Blog von Tina, Sexarbeiterin aus Hamburg

Autor: Tina (Seite 36 von 57)

Lass dich verwöhnen

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Mein letzter Beitrag handelte davon, dass manche Männer es genießen, mich zu verwöhnen. Manche meiner Kunden haben das als Wunsch oder gar als Aufforderung verstanden, aber das war mitnichten so: Ich genieße es genauso, wenn ich jemanden ausgiebig verwöhnen kann.

Viele Männer sind im Alltag ständig unter Strom und es werden eine Menge Forderungen und Aufgaben an sie gestellt. Als Ausgleich dafür suchen sie nach einem Raum, in dem sie sich entspannen und die Verantwortung abgeben können – etwas, das eine Sexarbeiterin bieten kann.

Es gibt zwei Arten von Männern, die bei einer Sexarbeiterin eher passiv sind. Manche sind einfach nervös, eher unerfahren, wissen nicht richtig, was sie machen und wie sie eine fremde Frau anfassen sollen – und machen deswegen erst mal gar nichts. In so einem Fall sehe ich es als meine Aufgabe, mit Berührungen Nähe und Sicherheit zu schaffen, aber auch mal eine (non-verbale) Einladung auszusprechen, selbst aktiv zu werden.

Und dann gibt es die Männer, die es einfach genießen, passiv zu sein und verwöhnt zu werden. Eine ausgiebige Massage, gefolgt von zärtlichen Lippen und Händen, die ihn verwöhnen: das kann für viele erfüllender sein als wilder Sex. Ich genieße es dabei sehr, zu sehen wie sich jemand auf meine Berührungen einlassen und genießen kann.

Genießerin

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Ich weiß nicht, ob Dates über kaufmich wirklich mit klassischer Prostitution in Bordellen verglichen werden kann – wohl nur sehr bedingt, eher noch mit Escort (wie die Anbieterinnen ja hier auch genannt werden). Viel häufiger als im Bordell erlebe ich hier vereinbarte Dates als gemeinsam gestaltetes Erlebnis und nicht als Dienstleistung.

Es ist erstaunlich, wie viele Männer ein Date nur dann als erfüllend empfinden, wenn sie auch die Frau verwöhnen können und merken, dass sie es genießt. Manchmal ist das anstrengend, vor allem wenn derjenige es unbedingt darauf anlegt, möglichst viele Orgasmen zu erzeugen – und manchmal ist es einfach nur schön.

Ich liebe es berührt zu werden, mit ganz zarten Berührungen. Ich liebe es, wenn ein Mann seine Berührungen, Liebkostungen und Stimulierungen wie eine Melodie gestalten kann, die sich langsam steigert. Ich liebe es, mich hinzugeben – an Berührungen, an Aufmerksamkeit, an den Sex.

Natürlich bin ich auch gerne aktiv und diejenige, die verwöhnt – deswegen bin ich ja schließlich Sexarbeiterin. Aber ab und zu die Passive zu sein und einfach vor Wohlbehagen zu schnurren, das ist ein besonderes Geschenk.

Triebabfuhr-Theorie

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Prostitution ist jetzt seit gut einem halben Jahr verboten und wird nur sehr zögerlich wieder erlaubt. Natürlich halten sich da längst nicht alle dran, weder Anbieterinnen noch Kunden, und viele Stellen warnen mittlerweile davor, dass Sexarbeit in die Illegalität gedrängt wird und damit gefährlicher und unkontrollierbarer für alle Beteiligten wird.

In dieser Zeit gab es hier auf KM und auch in der Presse einige Beiträge, die Vergewaltigungen und/ oder häusliche Gewalt in Zusammenhang setzten mit dem Prostitutions-Verbot. Es wurde also (direkt oder indirekt) gesagt, dass Männer ja irgendwo ihren Sexualtrieb abreagieren müssen, und wenn sie das nicht bei Prostituierten können, tun sie es mit Gewalt.

Ich finde solche Aussagen erschreckend und weise sie weit zurück. Ich kann und will mir nicht vorstellen, dass irgendeiner meiner Kunden zu einer Vergewaltigung fähig wäre. Alle Anbieterinnen hier erwarten von ihren Kunden den Respekt, den diese auch jeder anderen Frau entgegenbringen sollten. Ich glaube nicht, dass es Männer gibt, die eine grundlegende unterschiedliche Einstellung Prostituierten gegenüber haben als zu Frauen im allgemeinen – umgedreht ausgedrückt: wer sich einer Prostituierten gegenüber respektlos verhält, tut dies auch bei allen anderen Frauen (wenn wohl auch etwas gedämpfter).

Die Theorie, dass es Triebe gibt, die den Menschen beherrschen, die sich aufbauen und nur bedingt kontrolliert werden können und in jedem Fall nach Entladung (oder Sublimierung) drängen, geht übrigens auf Sigmund Freud zurück und wurde später von Wilhelm Reich aufgegriffen und erweitert. Freud hat seine Definition der Triebe mehrfach umgeschrieben und in der heutigen Psychologie sind sie stark umstritten.

Auch mir erscheint die Trieb-Theorie nicht schlüssig. Menschen und ihre Bedürfnisse und Handlungen sind zu komplex, um auf eine handvoll Triebe als Motivation für Handlungen hinuntergebrochen zu werden. Selbst Sex hat ja nicht immer nur mit dem Ausleben von Sexualität zu tun, sondern mit einer Reihe von Gefühlen und Bedürfnissen.

Femtasy

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Ich habe gerade ein neues Vergnügen entdeckt, wenn ich abends alleine ins Bett gehe: vorgelesen/ erzählte erotische Geschichten im Internet. Ich liebe ja sowieso erotische Geschichten, und einfach zuhören zu können macht sie noch zu einem besonderen Erlebnis.

Es gibt sowohl Frauen- als auch Männerstimmen. Sehr weiche, tiefe, ruhige, erotische Stimmen, die den Zuhörer direkt ansprechen und ihn so teilhaben lassen an den erotischen Geschichten, die sie erzählen.

Das Kopfkino wird angeregt, die Fantasie zeichnet Bilder, und die Hände sind eingeladen, auf Wanderschaft über den eigenen Körper zu gehen und Lust zu entfachen.

Meist heißt es, dass Frauen sich mehr für erotische Geschichten interessieren und Männer eher visuell orientiert sind (und daher Pornos bevorzugen). Ich kenne aber durchaus auch Männer, die Spaß an Kopfkino haben.

Urlaub 2020

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Zum Glück hatte ich dieses Jahr meinen Urlaub nicht längerfristig geplant, da ich Anfang des Jahres zu sehr mit meinem Umzug beschäftigt war. Normalerweise fahre ich immer über meinen Geburtstag im Februar ein paar Tage weg, aber dieses Jahr hat es nicht geklappt, da war ich nur einen Tag in der Therme. Und dann kam Corona und das Thema Urlaub rückte ganz weit in den Hintergrund.

Ein wenig hat sich die Lockdown-Zeit um Ostern wie Urlaub angefühlt, da man einfach nichts machen konnte. Ich war viel zu Hause, habe gelesen und geschrieben, oder bin mit dem Fahrrad durch die Gegend gefahren. Später haben dann viele Menschen versucht, noch irgendwie irgendwo Urlaub zu buchen, zur Not halt in Deutschland, so dass hier viele Orte total überfüllt waren/ sind. Zu dem Zeitpunkt habe ich mich eigentlich für dieses Jahr von dem Thema Urlaub verabschiedet.

Nun habe ich mich aber kurzfristig entschlossen, für ein paar Tage einen guten Freund in der Nähe von Dresden zu besuchen. Sonntag geht es los. Es wird nichts Wildes; er ist im Homeoffice, muss also tagsüber arbeiten, und ich werde in der Zeit zwischen Terrasse und Badesee hin und her pendeln. Abends können wir dann in die Stadt fahren, oder vielleicht am frühen Abend noch eine kleine Wanderung machen, bevor es dunkel wird.

Für Anfang Oktober habe ich noch eine Woche Urlaub gebucht, da fahre ich an die Nordsee zum Reiten. Eine Woche nur mit Pferden, wahrscheinlich werde ich außer zu Ausritten gar nicht vom Hof runterkommen. Auch das ist ein toller Rückzug und für mich eine Möglichkeit, den Kopf freizubekommen von all den Dingen, die mich zu Hause selbst dann beschäftigen wenn ich eigentlich frei habe.

Nächstes Jahr habe ich für um meinen Geburtstag rum zwei Wochen Urlaub eingeplant. Wir hatten geplant, da nach Ägypten zu fliegen – aber ich bin nicht sicher, ob das dann schon wieder möglich sein wird. Wir leben in einer Zeit, in der man nur auf Sicht planen kann und lernen muss, Ungewissheiten auszuhalten.

Copycat

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Letzten Montag bekam ich mittags eine Nachricht von einer anderen Escort: ob mit aufgefallen ist, dass eine andere Frau meinen Blog kopiert hat? Ich folgte ihren Hinweisen und landete auf einem Profil, dass noch keine Woche alt war – und das als ersten Blog-Eintrag meinen vorletzten Blog „P-Größe und P-Bilder“ kopiert hatte.

Im ersten Moment hab ich da eher drüber gelacht: Wie dumm ist es, einen so aktuellen Blog zu kopieren, den viele noch im Kopf haben? Mein Profil enthält mittlerweile unzählige Blogs aus fünf Jahren; wenn sie irgendeinen alten Beitrag genommen hätte, wäre es wahrscheinlich nicht mal mir aufgefallen. Und dann der Text selber: Dieser Blog bezieht sich direkt zu Beginn auf den vorhergegangenen Beitrag, und im letzten Absatz klar auf meine Beschreibung im Profil. So aus dem Zusammenhang gerissen, machte der Text so wenig Sinn, dass der Betrug augenfällig war.

Unter dieser Kopie sammelten sich dann auch innerhalb von kurzer Zeit mehrere Kommentare, die den Betrug ansprachen. Ich habe einen eher ironischen Kommentar geschrieben: „Schön, dass dir mein Text so sehr gefällt, dass du ihn kopiert hast. Vielleicht solltest du noch einen Link zu meinem Blog und Profil setzen, denn so aus dem Zusammenhang gerissen ergibt er nicht viel Sinn.“

Als alle kritischen Kommentare gelöscht wurden, stieg in mir doch Wut auf ob solcher Dreistigkeit, und ich meldete den kopierten Text an den Kaufmich-Support. Die haben ihn dann innerhalb von einer halben Stunden gelöscht. An dieser Stelle DANKE an den Support und auch an die Community, aus der mich gleich mehrere Hinweise erreichten.

Generell sind kopierte Texte ein schwieriges Thema. Auch ich lasse mich gerne von den Beiträgen anderer inspirieren – allerdings zu eigenen Gedanken, nicht zu einer wortwörtlichen Übernahme der Texte anderer. Bei Profiltexten regt es mich sehr auf, wenn meinen Formulierungen geklaut werden; es ist schließlich meine Beschreibung von mir, wie kann die auf jemanden anders zutreffen?! Bei Blogs und Geschichten sehe ich das etwas lockerer, aber auch da ärgert es mich. Ich stecke schließlich Zeit und Arbeit hinein, und die Anerkennung dafür überlasse ich dann ungern anderen.

Corona-Update

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Vor ein paar Tagen gab es auf der Reeperbahn eine zweite Demonstration für die Aufhebung der Corona-Verbote im Rotlicht-Gewerbe. Seitdem steht für Hamburg und den gesamten Norden (Schlesweig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen) wieder 1.9. als Startdatum im Raum – vorausgesetzt, das Ferienende löst keine offensichliche zweite Welle aus.

Ich freue mich nicht so sehr wie ich es wohl eigentlich sollte. Zum einen glaube ich noch nicht wirklich daran. Zum anderen bin ich zwar normalerweise nicht ängstlich, aber auch kein Corona-Leugner. Wir sind in Deutschland bis jetzt gut davongekommen. Die Toten in anderen Ländern sind real!

Ich wünsche mir eine Rückkehr zur Normalität, aber etwas mehr Vorsicht und ein risikobewuster Umgang mit Infektionskrankheiten würde uns allen dauerhaft gut bekommen. Das fängt schon damit an, zu Hause zu bleiben, wenn man nicht fit ist – und endet bei der Maske, um sich selbst und andere im öffentlichen Raum zu schützen.

P-Größe und P-Bilder

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Meinen letzten Blog habe ich über die Frage der passenden Kondomgröße geschrieben und dafür sehr viel Feedback bekommen. Damit hatte ich nicht gerechnet; es gibt deutlich mehr Männer, die sich mit dem Thema schon beschäftigt haben, als ich erwartet hätte.

Ein paar Mails sind dann abgewichen und haben sich allgemeiner mit der Frage der Penisgröße beschäftigt. Das scheint für Männer echt ein wichtiges Thema zu sein (vielleicht vergleichbar mit der Frage nach der Größe der Brüste bei Frauen). Zu groß, zu klein, eher Mittelmaß – dick, dünn, etwas krumm – da kann man(n) sich schnell Komplexe einreden und/ oder nach Bestätigung suchen.

Als Frau bin ich eher irritiert, wenn mich jamnd nach meinen Penis-Vorlieben fragt (und dabei wohl hofft, dass meine Vorlieben seiner Ausstattung entsprechen). Ich halte es eher mit dem Motto: „Es kommt nicht auf den Hammer an, sondern wie man damit hämmert.“ Wenn die Chemie zwischen mir und einem Mann nicht passt, nützt mir auch der tollste Schwanz nichts!

Eine heftige Reaktion habe ich ausgelöst, als ich die Zusendung eines Penisbildes ablehnte. (Manchmal kriege ich die auch ungefragt zugesand.) Jungs, ganz ehrlich, was bringt Euch das? Ich kann anhand solcher Bilder eh nichts beurteilen, da meist ein Referenzrahmen fehlt (und ich auch mit cm-Angaben nur wenig anfangen kann). Und solche Bilder törnen mich einfach ab! Ich mag Erotik, Kontakt, Kribbeln, einen Körper erkunden und entdecken, als Gesamtbild. Nackte Tatsachen vor dem ersten Treffen sind da so effektiv wie ein Schlag ins Gesicht.

Kondomgrößen

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Kondome in unterschiedlichen Größen sind ja immer noch die Ausnahme; von den meisten Firmen gibt es nur eine Einheitsgröße und vielleicht noch XL. Ich kenne auch nur wenige Männer, die sich jemals ernsthaft Gedanken darüber gemacht haben, welche Kondome sie benutzen – privat keinen einzigen, in der Sexarbeit habe ich das bei zwei Männern erlebt.

Letztens habe ich zum ersten Mal Kondome von MySize gesehen und finde das Konzept ziemlich überzeugend. Jetzt überlege ich, von jeder Größe eine kleine Packung zu kaufen – falls jemand Lust zum Ausprobieren hat und/ oder sich schon mal mit dem Thema beschäftigt hat.

Andererseits sind MySize-Kondome deutlich teurer als Standard-Kondome von London, die ich sonst benutze. Für mich als Frau macht das keinen Unterschied, und es fällt mir schwer zu beurteilen, wie groß der Mehrwert für einen Mann ist – und wer überhaupt Lust auf solche Experimente hat.

Kaufmich als Community

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Seit dem 15. März herrscht so gut wie überall in Deutschlang ein Corona-bedingtes Prostitutionsverbot. Dadurch ist der Sinn dieser Seite eigentlich hinfällig. (Ich habe kein Angebot für Chats oder Webcam oder Fotos/Video-Verkauf, und würde mir dafür wohl auch eher eine dafür ausgelegte Seite suchen.)

Trotzdem bin ich im Moment fast häufiger hier als sonst. Mein Alltag ist ruhiger und ich habe Zeit zum Nachdenken und zum Schreiben. Ich schreibe Blogs, die nicht auf indirekte Werbung abzielen, sondern sich eher mit allgemeinen Themen beschäftigen. Und ich bekomme Mails, nicht nur von Stammgästen, die in Kontakt bleiben wollen, sondern auch von Männern aus anderen Teilen von Deutschland, die ich wohl nie treffen werde, mit denen sich aber ein schöner Austausch ergibt.

Ich mag diesen Community-Charakter von Kaufmich, der gerade für mich mehr in den Vordergrund tritt. Ich würde mir vielleicht sogar einen Forums-Bereich wünschen, nicht nur für Escorts, sondern auch für den Austausch von Escorts und Kunden untereinander. Im Moment passiert das ansatzweise unter den Blogs einzelner Frauen oder in den Artikelkommentaren im Magazin, aber das finde ich keinen schönen Rahmen dafür.

Kaufmich ist im Moment für mich ein Schutzraum und eine Zuflucht in einer Zeit, in der Sexarbeit in der Gesellschaft wieder mehr ins Abseits gedrängt wird.

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