Blog von Tina, Sexarbeiterin aus Hamburg

Monat: Mai 2016

Latex

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Gestern habe ich von einer Kollegin, die bei sich aussortiert hat, meine erste Latex-Kleidung geschenkt bekommen. Ich habe schon länger mal damit geliebäugelt, aber irgendwie hat es sich nicht ergeben. Jetzt habe ich einen echt heißen Rock und einen BH und ein schwarzes Kleid mit langen Ärmeln.

Was mich am meisten erstaunt: Es sieht nicht nur heiß aus (das hatte ich ja erwartet), sondern es fühlt sich auch echt geil an! Plötzlich kann ich alle Menschen mit einem Latex-Fetisch verstehen. Dieses Gefühl, Latex anzuziehen: Erst ist es kalt auf der Haut, auch etwas schwierig beim Anziehen. Aber wenn es dann sitzt und langsam warm wird, schmiegt es sich mehr und mehr an die Haut an, umschmeichelt jede Bewegung…

Das Kleid mit langen Ärmeln ist toll, aber leider sehr kompliziert beim Anziehen – eher was für Partys. Für das erotische Spiel werde ich mir jetzt ein Kleid ohne Ärmel kaufen – Aussehen und Gefühl so genauso geil, aber deutlich leichter an- und auszuziehen.

Neue Bilder

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Jetzt habe ich mir letzte Woche endlich mal die Zeit genommen, mit meinem Fotografen neue Bilder zu machen. Shootings machen wir an sich regelmäßig, so alle 2-3 Monate, aber meist sind das mehr Spaß-Veranstaltungen, bei denen auch immer 3-5 Bilder für mein Profil abfallen, wo es aber generell mehr um Kreativität und Selbstausdruck geht.

Nun war es aber Zeit, mal wieder eine durchgehende Serie von zehn Bildern zu shooten, die ich für Profile und Anzeigen verwenden will. Gar nicht so einfach! Mehrmals hat mich mein Fotograf angeschrieben, er bräuchte Bildvorschläge und ein Konzept, was ich eigentlich wollte.

Tja, wie gestaltet man so Bilder? Was soll zu sehen sein, und was will ich ausdrücken? Aktfotos? Einen Querschnitt durch meine Outfits? Ein nettes Lächeln? Hinweise auf meinen Service?

Im Endeffekt ist es eine Mischung aus allen geworden: Aktbilder, verspielte Blicke in die Kamera, ein sexy Outfit, und ein paar Bilder mit etwas mehr bizzarem Ausdruck.

Diesmal habe ich eigentlich gedacht, ich hätte alle Regeln im Kopf, um die FSK18-Sperre zu vermeiden: Intimbereich nicht zu sehen, kein Sex-Spielzeug im Bild. Trotzdem hat kaufmich zwei Bilder gesperrt – SM-Andeutungen fallen also auch unter FSK18, zumindest hier.

Sommertage – Zeit für Erotik

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Jetzt ist es endlich so weit: Es ist nicht nur Frühling, sondern gleich Sommer geworden, und wir alle können die vielen langen Wochenenden im Mai bei strahlendem Wetter genießen.

Für mich ändert sich das ganze Körpergefühl, wenn ich draußen nicht mehr Jeans und Jacke tragen muss, sondern im Kleidchen herumlaufe und den warmen Wind auf meiner nackten Haut spüre. Ich fühle mich freier, sinnlicher, und natürlich habe ich auch (noch) mehr Lust auf Sex, vor allem auf sinnlich-leichte Begegnungen mit viel schwitzigem Hautkontakt.

Allerdings ergibt sich daraus ein Dilemma, dass nicht nur meine Kunden haben, sondern auch ich: Lieber draußen sein und die Sonne genießen, oder sich verabreden und Sex haben (das ja meist eher drinnen)? Ich versuche noch, einen Mittelweg zu finden; nachmittags bin ich ein paar Stunden im Appartement, aber vormittags und abends zieht es mich raus, wenn ich nicht Termine vereinbart habe.

Ach ja, wer jetzt für Outdoor-Sex plädiert: In der Stadt finden sich da kaum geeignete Plätze für, und ich mag keine Quickis, sondern nehme mir gerne Zeit. Aber mein Zimmer hat zwei große Fenster, von denen man zumindest das eine auch weit geöffnet lassen kann.

Blutspende als Gesundheitszeugnis

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Heute Morgen hatte ich mal wieder einen Anruf mit einer AO-Anfrage. Nicht so ungewöhnlich, ich pflege solche Gespräche dann schnell mit einem “Da bist du bei mir falsch.“ zu beenden. Der Anrufer heute Morgen fing dann an mit mir zu diskutieren, und es ist seine Argumentation , die mich dazu bringt diesen Blog zu schreiben. Er sagte: “Ich kann dir meinen Blutspender-Ausweis zeigen. Ich habe über 180 Mal Blut gespendet und es gab nie einen Befund.“

ICH KÖNNTE VOR WUT ÜBER SO VIEL FAHRLÄSSIGKEIT VÖLLIG AUSRASTEN!!!

Zum einen ist selbst ein Gesundheitszeugnis von letzter Woche veraltet. Wie soll ich bei jemandem, den ich nicht kenne und zu dem demnach kein Vertrauensverhältnis besteht, beurteilen, mit wem er gestern oder vorgestern Sex hatte und welchem Risiko er sich dabei ausgesetzt hat? Kann ich nicht. Da ich bei Kunden immer davon ausgehen muss, dass sie auch zu anderen Prostituierten gehen oder auch in Swingerclubs, ONS haben o.a., ist das Risiko für mich nicht absehbar, und ich entscheide für mich, dass ich es nicht eingehen möchte. Ich bin bereit, jeden Erwachsenen diese Entscheidung für sich treffen zu lassen. Wenn jemand solche Risiken eingehen möchte, kann er sich dafür entscheiden AO-Sex zu haben.

Was mich an der obigen Aussage so aufregt ist, dass er Blutspender ist. Wer zur Blutspende geht, muss vorher einen langen Fragebogen ausfüllen und unterschreiben. Eine der Fragen ist immer: “Hatten Sie in den letzten 12 Monaten wechselnde Sex-Partner?“ wechselnde Sex-Partner wird dabei definiert als “mehr als 3“ – im Jahr! Nach dieser Definition darf wahrscheinlich keiner, der auf dieser Plattform angemeldet ist, zum Blutspenden gehen.

Die Diagnostik für Infektionskrankheiten wird immer besser, aber sie ist nicht perfekt, es bleibt ein Restrisiko. Ich habe vor einigen Jahren nach einem schweren Unfall eine Bluttransfusion bekommen; wer eine Bluttransfusion bekommt, ist schwer verletzt, hilfsbedürftig, schwach und häufig traumatisiert. Das letzte, was eine solche Person braucht, ist das zusätzliche Risiko einer Infektionskrankheit. Menschen wie mein Anrufer heute Morgen setzen diese Personen dem Risiko aus – weil sie glauben, dass die Regeln für Blutspender für sie nicht gelten. Eine Blutspende ist keine kostenlose Untersuchung, bei der sich jemand 80 Euro und die Peinlichkeit einer Untersuchung beim Arzt sparen kann!

Jeder kann die Risiken eingehen, die er möchte, aber unwissende Dritte mit dieser Entscheidung zu gefährden ist für mich das Allerletzte.