Blog von Tina, Sexarbeiterin aus Hamburg

Monat: Oktober 2015

Umzug

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Ziemlich genau ein Jahr war ich in der Praxis im Schleswiger Damm und habe mic hin diesem Jahr in der Sexarbeit neu ausgerichtet. Ich habe mich in der Praxis und in meinem kleinen Massage-Zimmer wohl gefühlt. Trotzdem ist jetzt die Zeit für einen Umzug.

Der Hauptgrund ist die Lage der Praxis in Hamburg-Schnelsen. Ich bin jeden Tag quer durch Hamburg gependelt, mehr als eine Stunde pro Weg – Zeit, mir verloren war und die auch spontane Termine (z.B. vormittags oder am Samstag) unmöglich machte. Außerdem liegt die Praxis in Schnelsen seit ein paar Monaten im toten Winkel des A7-Ausbaus und war wegen ständigen Staus auf der A7 und der Kieler Strasse für meine Hamburger Kunden schwer zu erreichen.

Also habe ich mich nach etwas anderem umgesehen und werde ab dem 2. November in einem Studio in HH-Mitte arbeiten. Ich freue mich auf die neuen Möglichkeiten!

Alternativen

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Immer wieder habe ich Fehlzeiten wegen Aus- und Fortbildungen. Was mache ich da, und weswegen?

Lange Zeit war Sexarbeit nur ein Nebenjob für mich. Bis ich Tantra für mich entdeckt habe und anfing zu massieren, da habe ich meinen Fokus ganz darauf gelegt. Und viel Geld und Zeit in Massage-Ausbildungen und Tantra-Training investiert.

Irgendwann wurde mir klar, dass ich nicht für den Rest meines Lebens Massagen geben möchte, und dass ich auch keine Lust habe, Tantra-Gruppen zu leiten. Eine Zeit lang habe ich rumexperimentiert, alles ausprobiert was mich gerade angesprochen hat: eine Reiki-Einweihung, eine Ausbildung in Ayurveda-Massage, ein Grundkurs in Schamanismus, ein Trainer-Schein für Pilates, …

Bis ich mich neu „verliebt“ habe, gleich zwei Mal: in Gestalttherapie und in Yoga!

Durch meine lange Tantra-Praxis war mir Yoga gleich sehr nah, und ich hab mich voll hineinfallen lassen und neben einer intensiven eigenen Praxis relativ schnell angefangen, Yoga-Ausbildungen zu machen – mit dem Ziel Yogatherapie, denn Gruppen sind auch da nicht so mein Ding.

An Gestalttherapie habe ich mich langsamer rangetastet, mit ganz viel Einzelarbeit und Gruppen. Seit Anfang diesen Jahres ist es jetzt endlich soweit: ich bin in der Ausbildung zur Gestalttherapeutin.

Warum suche ich nach einer Alternative zur Sexarbeit?

Seit gut einem Jahr arbeite ich wieder in der klassischen Sexarbeit – freiwillig und gerne. Ich freue mich über jede Begegnung, mag die verschiedenen Aspekte von Erotik und finde es toll, viele verschiedenen Männer kennenzulernen.

Was ich nicht mag: die extrem kurzfristigen Terminvereinbarungen. Das ist für mich der Hauptgrund, nach einer Alternative zu suchen. Ich möchte meine Tage planen können, statt rumzusitzen und zu hoffen, dass mein Telefon schellt.

Ich werde wohl noch einige Jahre Sexarbeit machen, aber ich freue mich auch darauf, ein zweites Standbein zu haben und damit hoffentlich etwas sicherer zu stehen.

Frauen

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Ab und zu erhalte ich mal Anfragen von Frauen oder von Paaren, bei denen die Frau stark bi-orientiert ist. Deswegen möchte ich jetzt mal was zu meinem Verhältnis zu Frauen sagen.

Ich mag Frauen und weibliche Körper und habe keine Berührungsängste bei Umarmungen, Berührungen, körperlicher Nähe (auch nackt) und Küssen. Ich massiere gerne eine Frau, genieße die weichen Formen eines weiblichen Körpers und die Energie zwischen zwei Frauen.

Ich bin aber nicht echt bi. Eine eindeutig sexuelle Situation kann ich mir mit einer Frau nicht vorstellen. So bin ich zwar gerne Teil eines MFF, aber nur solange der Mann bzw die Begegnung zu Dritt im Vordergrund steht. Eine Begegnung alleine mit einer lesbischen oder Bi-Frau möchte ich nicht anbieten.

Bei Tantra-Massagen reicht meine Ausbildung und Erfahrung nicht aus, um eine umfassende Yoni-Massage leisten zu können. Ich gebe gerne Tantra-Massagen für Frauen, solange der Schwerpunkt auf Wellness oder Ganzheitlichkeit liegt.

Frauen, die den Schwerpunkt auf die Yoni-Massage legen möchten, empfehle ich gerne eine Kollegin, die sich auf Schoßraum-Massagen spezialisiert hat.

Filmempfehlung: „Whore’s Glory“

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Immer wieder schaue ich mir den Dokumentarfilm „Whore’s Glory“ an und bin begeistert von den ästhetischen Bildern, der Achtung vor den Frauen genauso wie vor den Kunden und der Menschlichkeit, mit der der Regisseur über Prostitution in Thailand, Bangladesh und Mexiko berichtet. Völlig unterschiedliche Lebenswelten, die doch etwas gemeinsam haben: das Leben am Rande der Gesellschaft, in einer Halbwelt, die für viele aber auch ein Zuhause ist – so wie ich es hier in Deutschland auch erlebe.