Blog von Tina, Sexarbeiterin aus Hamburg

Autor: Tina (Seite 1 von 57)

Been There, Done That

In der letzten Zeit fällt es mir schwer, neue Themen für diesen Blog zu finden. Häufig schreibe ich über meinen Alltag, auch eher private Dinge (von denen ich nicht weiß, ob sie interessieren), oder ab und zu über besondere Begegnungen oder Erlebnisse. Schon immer versuche ich die ewigen Jammer-Themen zu vermeiden, auch wenn sich natürlich auch bei mir der ein oder andere Beitrag über Unzuverlässigkeit u.ä. eingeschlichen hat.

Wenn ich mir überlege, über ein bestimmtes erotische Thema zu schreiben oder eine Session zu beschreiben, verliere ich meist die Motivation, wenn mir auffällt, dass ich darüber schon mal geschrieben habe. Manchmal ändere ich dann einen alten Beitrag ab, manchmal übernehme ich ihn auch einfach komplett (wie den letzten Beitrag über Facesitting).

Ich führe diesen Blog seit dem 28.06.2015 (die ersten Jahre noch auf kaufmich) und dies ist der 569. Beitrag. Irgendeine Form von Sexarbeit mache ich schon mein ganzes Leben lang (also seit 1998, als ich 18 wurde), und so wie im Moment arbeite ich seit 2014 (2014-2019 in Studios, seit 2020 in eigener Wohnung). Ich will nicht behaupten, schon alles gesehen und gemacht zu haben (zum Glück), aber schon sehr vieles.

Ich mag meine Arbeit immer noch, aber manchmal fehlt mir die Vielfalt, die sie vor Corona hatte. Immer noch treffe ich sehr unterschiedliche Männer und habe verschiedene Arten von Dates, aber die Tiefe und Vielfältigkeit ist ein wenig verloren gegangen. Manchmal frage ich mich, wieviel Zukunft und Entwicklungsraum es da noch gibt, oder ob es mehr Sinn macht, mich auf andere Dinge zu besinnen bzw zurückzubesinnen – wie Tantra, Körperarbeit und Yoga, wofür ich vor Corona eine separate Praxis hatte.

Facesitting

Jahrelang war ich davon überzeugt, Oralsex passiv am besten genießen zu können, wenn ich entspannt auf dem Rücken liege, die Beine locker auseinander fallen und er zwischen meinen Beinen hockt und mich mit seiner Zunge verwöhnt.

In letzter Zeit habe ich meine Meinung geändert! Was ich früher eher etwas komisch fand, finde ich nun total geil: Facesitting. Im wörtlichen Sinne: mich auf sein Gesicht setzen.

Während er auf dem Rücken liegt, knie ich mich mit weit gespreizten Beinen über ihn. Das gibt ihm erst mal einen tiefen Einblick auf mein Lustzentrum, auf meine schon gespreizten Lustlippen. Dann kann er sich langsam herantasten, mit seiner Zunge erst etwas zaghaft anfangen zu lecken, um sie dann tief in meinem Schoß zu vergraben.

Von diesem Punkt an liegt es in meiner Macht, wie tief ich seine Zunge möchte – und manchmal sogar, wie viel Raum ich ihm noch zum Atmen gebe. Ich kann mein Gewicht auf den Oberschenkeln balancieren oder leicht gegen seine Brust lehnen und ihm so alle Freiheiten lassen.

Oder ich kann mich tief auf sein Gesicht rutschen lassen, meine Lustlippen in sein Gesicht drücken; ihm dabei in die Augen sehen, vielleicht mit einer Hand an seinen Kopf greifen, um ihm klarzumachen, dass ich seine Zunge jetzt tief und ausdauernd will.

Wenn ich richtig geil und nass bin, kann ich mit meinem Becken auf seinem Gesicht vor und zurück rutschen; meinen Saft über sein Gesicht verteilen, ihn zwingen meinen Duft tief einzuatmen – und ihm vielleicht sogar damit den Atem nehmen.

(Re-Post vom 08.09.15)

Beziehungsstatus

Über den Beziehungsstatus einer Sexarbeiterin zu reden ist immer ein schwieriges Thema, vor allem Kunden gegenüber. Einige Sexarbeiterinnen behaupten grundsätzlich, Single zu sein, um sich damit interessanter zu machen – was meiner Meinung nach ziemlich nach hinten losgehen kann. Ansonsten wird der Partner oft genauso zur Projektionsfläche wie die Sexarbeiterin selbst und ihm wird irgendeine Rolle zwischen Zuhälter und Schwächling/ Cuckhold zugeschrieben. Viele Kunden projizieren auch ihre eigenen moralischen Werte und meinen betonen zu müssen, dass „sie das ja nie tolerieren könnten bei ihrer Partnerin“.

Ich habe viele Jahre in festen Beziehungen gelebt, bei denen meine Arbeit überhaupt kein Thema war. Meine Partner hatten mich so kennengelernt, wussten wie ich meine Arbeit sehe und wie ich zwischen Beruf und Privatleben trenne, und konnten meinen offenen Umgang mit Sexualität genießen. Als ich 2023 wieder Single wurde, machte ich mir über meine Arbeit gar nicht so viele Gedanken. Ich datete überwiegend über eine sexpositive Plattform – und war erstaunt, wie viele Männer dann doch ein Thema damit hatten – und wie viele es dann nicht schafften, freundlich zu sagen: „Nein, danke, das passt nicht für mich.“, sondern meinten das ignorieren und/ oder mich ändern zu können.

Generell bin ich auch als Single nicht unglücklich. Aber auch wenn ich meine Arbeit liebe, wünsche ich mir auch in meinem Privatleben Sex; dort wünsche ich mir eine Person, mit der ich vertraut bin, bei der ich mich sicher fühle und bei der ich auch meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse in den Vordergrund stellen kann und auf die aktuelle Tagesform Rücksicht nehmen. In den letzten zweieinhalb Jahren hatte ich dafür eine Affäre; wir haben uns 1-3 Mal die Woche getroffen, für entspannte Abende mit Essen, Kino o.ä. und viel Sex. Körperlich waren wir ein perfektes Match, aber vom Rest hat leider nicht viel gepasst, und wir waren über die Monate ständig On/Off, was emotional einfach anstrengend war.

Letzten Dezember habe ich angefangen, wieder gelegentlich auf Kinky Partys zu gehen, und Silvester habe ich mich dort prompt verliebt. Jetzt lebe ich also seit vier Monaten wieder in einer Beziehung, die sich nicht nur auf Dates beschränkt, sondern mit der ich einen Alltag lebe – und das fühlt sich sehr schön, aber auch sehr ungewohnt an. In den letzten Jahren habe ich viel Zeit alleine verbracht und mich daran gewöhnt, bei der Planung von Terminen (egal ob beruflich oder privat) auf niemanden Rücksicht nehmen zu müssen. Plötzlich werde ich regelmäßig gefragt, wie lange ich abends denn arbeite/ unterwegs bin und wie wir das Wochenende planen. Vor zwei Wochen war ich das erste Mal mit ihm übers Wochenende in Heiligenhafen, wo er ein Boot liegen hat; mir eröffnet sich dort eine völlig neue Welt, auf dem Wasser ist man wirklich raus aus allem, und zwei Tage fühlen sich fast an wie eine ganze Woche Urlaub.

Mir ist klar, dass ich nicht jedes Wochenende frei machen kann, sondern einige Kunden habe, die nur am Wochenende Zeit und Muße für Treffen mit mir haben, und die ich natürlich weiterhin treffen möchte. Es bleibt also spannend, wie sich das in den nächsten Wochen entwickelt und wie ich da einen Rythmus finden werde. Ich will nicht nur meine Arbeit nicht vernachlässigen, sondern auch meine eigenen Hobbys brauchen weiterhin Raum. Neben aller Verliebtheit sind wir zum Glück alt genug, um vernünftig und achtsam mit dem Leben des anderen umzugehen und aufeinander Rücksicht zu nehmen.

Emotional sind Verliebtheit und Sexarbeit eine eigenartige Mischung. Auf der einen Seite bin ich so auf meinen neuen Partner fixiert, dass es bewusste Anstrengung braucht, mich auf Dates einzulassen. Andererseits bringe ich das Hochgefühl, den Schwung und auch die erotische Spannung, unter der ich stehe, mit in die Dates, was diesen eine ganz eigene Dynamik verleihen kann. Gerade über Treffen mit Stammkunden freue ich mich wie immer sehr. Treffen mit neuen Kunden fallen mir gerade schwerer, aber auch die kann ich genießen.

Mein Partner ist noch dabei, sich an meinen Job zu gewöhnen. Er hat Erfahrung als Swinger, kann sich also durchaus mit mir über schöne Erlebnisse freuen. Gleichzeitig ist diese Welt neu für ihn und manchmal überwiegt die Sorge, ob es mir wirklich gut geht damit. Noch überlege ich, was ich erzähle und was nicht, und plapper nicht so drauflos wie ich es bei guten Freunden tue. Trotzdem erzähle ich regelmäßig von meiner Arbeit, nicht von den erotischen Details, sondern eher von dem Alltagskram über Sress bei Terminvereinbarungen etc, oder auch einfach ob ich einen guten Tag hatte oder ob es eher nervig war.

Terminvergabe

Sexarbeiterinnen handhaben den Umgang mit Zeit sehr unterschiedlich. Für manche ist eine gebuchte Stunde die Zeit von dem Moment, in dem sie dem Gast die Tür öffnen, bis zu dem Moment, wenn sie sie wieder hinter ihm schließen. Andere sehen das großzügiger und rechnen nur die reine Spielzeit. Meine Lösung ist immer irgendwo in der Mitte. Ich rechne Spielzeit plus 15-20 Minuten für Vorgespräch und Duschen. Generell ist es mir wichtiger, dass sich ein Termin rund anfühlt, als genau auf die Zeit zu achten.

Deswegen lasse ich zwischen zwei Terminen mindestens eine Stunde Zeit frei. Diese Stunde ist zum einen für die oben angesprochenen 15-20 Minuten extra, etwas Spiel falls jemand zu früh/ zu spät kommt, und Zeit für mich, um zu duschen, den Raum aufzuräumen und neu vorzubereiten und auch noch einen Kaffee zu trinken.

Vorgestern war es mir nicht möglich, die Zeit so zu legen. Ich hatte morgens um zehn einen Termin und nachmittags eine private Verpflichtung. Dann kam der Anruf eines lieben Stammkunden, der leider auch nur an diesem Tag Zeit hatte. Ich legte den Termin dann so, dass zwischen den zwei Terminen eine halbe Stunde war und ich danach noch eine halbe Stunde hatte, bevor ich losmusste.

Ehrlich gesagt: Es hat mich gestresst. Mein erster Gast kam fast 20 Minuten zu spät, ich habe dann die Spielzeit etwas gekürzt (mit Ansage, ich hatte ihm auch angeboten den Termin alternativ auf den nächsten Tag zu schieben) und musste halt deutlich die Uhr im Auge behalten, auch beim Gespräch danach. Auch mein zweiter Kunde war daran gewöhnt, dass ich großzügig mit der Zeit umging, und ich war in der unangenehmen Situation, irgendwann darauf hinweisen zu müssen, dass ich keine Zeit mehr habe.

Im Endeffekt hatte ich ein schlechtes Gewissen und frage mich gleichzeitig: wieso eigentlich? Das so locker zu sehen mit der Zeit, ist meine Entscheidung und nichts, worauf Kunden einen Anspruch haben. Ich kenne genug Sexarbeiterinnen, die Termine sogar bündig legen, also ohne irgendwelche Zeit extra, und das Aufräumen im Beisein des Kunden erledigen, während dieser sich anzieht. Und das man irgendwann auf die (abgelaufene) Zeit hingewiesen wird, ist auch nichts besonderes, nicht nur in dieser Branche. Ich sollte mir also wohl ein dickeres Fell und ein wenig mehr Egoismus zulegen, wenn es um den Umgang mit meiner Zeit geht; diese ist schließlich meine wertvollste Ressource.

Neuer Raum

Seit etwa drei Wochen ist jetzt mein Raum umgeräumt, und statt der Matte auf dem Boden gibt es ein Bett. Von meinen Kunden habe ich bis jetzt eigentlich nur positives Feedback dazu bekommen; für die meisten scheint das Bett mit seiner Höhe angenehmer zu sein, oder sie sehen das zumindest neutral.

Ich bin da ehrlich gesagt nicht glücklich mit. Für bizzare Sessions ist die Einrichtung des Raumes wie sie jetzt ist toll, und für mal eine Stunde Sex ist es okay. Für längere Sessions und für Massagen gefällt es mir nicht.

Die Matratze hab ich so hart wie möglich gekauft, Härtegrad H5, und trotzdem ist sie mir noch zu weich. Wenn ich mich darauf bewege, überträgt sich meine Bewegung. Ich kann nie mal eben etwas ablegen, ohne dass es fast sofort deutlich verrutscht; dafür habe ich jetzt eine Beistelltisch, zu dem ich mich aber strecken muss.

Auf dem Boden habe ich mich immer auf einer Ebene bewegt, was sich für mich fließend angefühlt hat. Auf dem Bett turne ich ständig rauf und runter, was für mein Gefühl Unruhe reinbringt – wo Ruhe doch genau das ist, was mir immer am wichtigsten ist und was ich vermitteln möchte.

Ich werde das Bett nicht wieder abschaffen, aber wohl häufiger mal umräumen. Demnach kann es passieren, dass Termine mehr oder weniger zufällig auf dem Bett oder auf dem Boden stattfinden. Wenn es Dir wichtig ist, eine bestimmte Raumeinrichtung zu haben, sag mir das bitte bei der Terminvereinbarung.

Respekt und Anerkennung

Letzten Mittwoch hätte ich am Vormittag einen langen Termin gehabt mit einem Stammkunden, um 9:00. Wir kennen uns schon eine Weile; manchmal war er etwas spät dran, aber immer zuverlässig. Bei so frühen Terminen lasse ich mein Morgenyoga ausfallen und bin mindestens eine Stunde vorher da, um den Raum und mich in Ruhe vorzubereiten.

Diesmal schrieb er mir um halb acht eine Nachricht, dass er den Termin leider absagen müsse wegen eines Notfalls. Ich glaubte ihm das, wie schon gesagt war er bisher immer zuverlässig, und es schien ihm ernsthaft leid zu tun. Für mich war es trotzdem mehr als nur ein bisschen ärgerlich. (Ich warf dann spontan den ganzen Tagesplan um und fuhr zum Pferd.)

Heute bekam ich per Post einen Umschlag, als Absender nur Initialen, kein Brief – nur ein gepolsterter Umschlag mit Geld. Es dauerte einen kurzen Moment, bis ich das zuordnen konnte, und dann habe ich mich sehr darüber gefreut.

Da er ein guter Stammkunde ist, hätte ich den Terminausfall zur Not auch unter Kulanz gebucht, um ihn nicht als Kunden zu verlieren. (Es ist so gut wie unmöglich, dieses Geld einzuklagen, und in vielen Fällen kostet es mich nur den Kunden komplett, wenn ich auf (Teil-)Zahlung bestehe. Manchmal versuche ich es trotzdem, da ich dann eh keinen gesteigerten Wert auf weitere Termine lege.)

Umso mehr freue ich mich über diese Geste – nicht nur wegen des Geldes, sondern noch mehr wegen des Gefühls von Respekt (vor meiner Zeit) und Anerkennung (für meine Arbeit), die sie mir vermittelt.

Vielen Dank, es bedeutet mir viel!

Umgestaltung meines Raumes

Vor etwa zehn Tagen habe ich angefangen, meinen Raum umzugestalten. Schon ein bisschen länger habe ich darüber nachgedacht, ob ein Bett nicht manchmal doch besser wäre als meine große Spielwiese auf dem Boden. Andererseits will ich auf die große Matte nicht verzichten, gerade für lange Massagen.

Jetzt habe ich ein stabiles, relativ hohes Bett gekauft. Außerdem habe ich an einer Wand eine Fesselmöglichkeit angebracht, als Alternative zu meinem Bondagerahmen, den ich nur zu speziellen Sessions aufbaue, da er sehr viel Platz wegnimmt.

Noch wirkt das Ganze etwas unausgereift. Ich verbringe viel Zeit damit, Möbel hin und her zu schieben und nach der optimalen Anordnung zu suchen, und teste verschiedene Möglichkeiten aus, das Zimmer zu gestalten. In Zukunft wird es also mehrere Einrichtungsmöglichkeiten geben, die ich relativ flexibel umstellen kann – für unterschiedliche Spiele und Stimmungen.

Ich hoffe, dass es mir trotzdem gelingen wird, den Raum gemütlich zu gestalten und ihn zu einer Erweiterung meiner Persönlichkeit zu machen. Für einige wird es erst mal eine Umgewöhnung sein – ich freue mich darauf, dass Du Dich mit mir auf dieses Abenteuer einlässt!

Feedback und Anregungen sind jederzeit willkommen.

Termin oder Verabredung?

Bei kaufmich werden die Treffen mit einer Sexarbeiterin als Date bezeichnet, und auch ich benutze diesen Begriff immer wieder. Alternativ sage ich einfach Treffen oder auch mal Termin. Bei Termin habe ich aber das Gefühl, dass das von vielen Männern nicht gerne gehört wird, weil es halt geschäftlicher verstanden werden kann.

Andererseits ist genau das heute mein Thema: Treffen mit mir sind Termine und keine unverbindlichen Verabredungen, wie man sie mit Freunden oder halt auch Dates hat. Immer wieder passiert es mir, dass jemand mich anruft um einen Termin zu machen und dann anfängt: „Ja, ich bin ja dann vorher noch da und da und weiss nicht genau wie lange das dauert, also irgendwann ab …“ oder „Ich komme dann aus XY und weiß ja nicht, wieviel Verkehr auf den Straßen ist, also wohl irgendwann am Nachmittag.“ Das funktioniert nicht!

Wenn ich mich mit Freunden verabrede, ist das Freizeit. Da kann ich dann schon mal locker sagen: ja, heute Abend, wir schreiben uns noch zusammen – ich hab Feierabend und les halt noch ein Buch, falls es später wird. Wenn ich Kunden treffe, ist das meine Arbeit, und die muss organisiert werden. Ich blocke für jeden Termin noch eine gute Stunde zusätzlich, um etwas Spiel zu haben und damit ich hinterher in Ruhe aufräumen und duschen kann. Jeder Termin von 1 Stunde dauert also für mich zwei, und damit ist die Anzahl der Termine am Tag begrenzt.

Wenn ich jetzt anfange, flexibel zu bleiben für die Männer, die sich nicht genau festlegen wollen, dann komme ich nicht nur nicht auf meine nötigen Termine, sondern habe auch keinerlei Freizeit mehr, in der ich etwas anderes machen kann als in der Wohnung zu warten. Also bitte, nehmt ein Treffen mit mir so ernst wie jeden anderen Termin (Arzt, Frisör, Massage etc) – und wenn Ihr nicht sicher seit, legt ihn etwas später und geht noch einen Kaffee trinken wenn Ihr früh dran seit.

Winterurlaub

Nun ist das Jahr 2026 schon 6 Wochen alt und die Zeit irgendwie sehr schnell vergangen. Anfang Januar hat der Schnee mein Leben auf Pause gedrückt, ich hatte nur wenige Dates und habe auch sonst nicht viel gemacht. Mittlerweile ist es zum Glück wieder getaut und ich habe die Hoffnung, dass die ganz kalten Tage hinter uns liegen – mir fehlt mein Fahrrad, die Bewegung an der frischen Luft, die Freiheit ständig unterwegs zu sein…

Im Februar habe ich wieder mehr Dates, und gleichzeitig ist die Zeit eng geworden. Am Samstag fliege ich in meinen jährlichen Geburtstagsurlaub, diesmal geht es für fünf Tage nach Lissabon. Bis dahin hab ich noch ein paar Dates und auch weiter Training mit meinem Pferd, lasse mich aber nicht stressen. Ich freue mich sehr auf die Auszeit, um danach mit neuer Energie in den Alltag und hoffentlich in den Frühling zu starten.

Persönliches Sicherheitsgefühl

Eigentlich habe ich immer gesagt, ich mache weder Haus- und Hotelbesuche noch Escort. Ich fühle mich einfach in meiner eigenen Umgebung am wohlsten und mag es, wenn alles genau auf meine Bedürfnisse abgestimmt ist und ich keine Kompromisse eingehen muss. Ab und zu treffe ich mal Männer außerhalb meiner Wohnung, die ich dann aber immer schon kenne.

Vor ein paar Monaten habe ich dann doch Hotelbesuche mit ins Angebot genommen, zugegeben etwas halbherzig und mit klaren Hürden (Mindestbuchungsdauer 2 Stunden, nur Hamburger Innenstadt, plus Fahrtkosten). Ich hatte nur eine handvoll Anfragen und aus keiner davon ist etwas geworden.

Für letzten Samstag hatte ich wieder so eine Anfrage, vereinbart mit gut einer Woche Vorlauf. Wir hatten in der Woche einige Male kurz geschrieben, es schien alles klar. Am Freitag kamen dann plötzlich noch weitere Anfragen, von Dingen die ich für längst geklärt hielt. Ich war irritiert und bat um einen Anruf am nächsten Tag – dieses ewige WhatsApp hin und her ist für mich eh nie vertrauenserweckend.

Samstag merkte ich dann, dass ich mich überhaupt nicht mehr gut fühlte mit dem Gedanken an den Termin. Ein paar Stunden habe ich das noch vor mir her geschoben und hin und her überlegt (das Geld wäre für mich auch nicht unerheblich gewesen), aber im Endeffekt habe ich den Termin dann von meiner Seite auf abgesagt. Er fragte noch, ob wir ihn Montag nachholen könnten, aber auch das habe ich abgelehnt und auch das Angebot von Hotelbesuchen wieder komplett aus meinem Angebot herausgenommen.

Vielleicht überlege ich mir das in Einzelfällen noch mal, oder halt wenn ich jemanden schon kenne. Aber insgesamt fühle ich mich einfach nicht wohl mit dieser Art von Terminen (und wohl auch nicht mit dieser Art von Kunden).

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