Blog von Tina, Sexarbeiterin aus Hamburg

Monat: März 2018

Juhu, Frühling!

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Meine letzten beiden Blog-Einträge waren ja eher von der Tristigkeit des ersten Jahresquartals geprägt. Jemand hat mir sogar vorgeworfen, ich würde „Jammerblogs“ schreiben. Deswegen verzichte ich jetzt darauf, von dem Kunden zu erzählen, der mir heute den Tag verdorben hat, sondern konzentriere mich auf die positiven Dinge und werde Euch davon erzählen.

Habt Ihr das Wochenende auch so genossen? Ich war gefühlt das ganze Wochenende draußen. Na ja, zumindest an den Nachmittagen. Abends habe ich meditiert, Samstag bei einem Ritual (als Besucher) und Sonntag hab ich meine eigene Meditationsgruppe angeleitet, was riesig Spaß gemacht hat.

Heute Morgen bin ich spontan mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren, 12 km in 45 Minuten. Entspannter wäre es gewesen, wäre ich nicht so spät dran gewesen (die Bahnen sind mal wieder nicht gefahren, deswegen war es so spontan), aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Das mache ich ab jetzt wieder öfter! Nachmittags war ich auch noch draußen, wieder mit dem Fahrrad und mit meinem Pferd auf dem Außenplatz (zum zweiten Mal).

Jetzt habe ich gerade einen entspannten Abend in der Badewanne hinter mir, gehe gleich schlafen und bin gespannt, was die Woche (inklusive der Ostertage) sonst noch so bringt. Eigentlich hatte ich nach Ostern eine Woche Urlaub geplant, aber den habe ich aus verschiedenen Gründen abgesagt. So ist mein nächster Urlaub erst zu Pfingsten. Bis dahin werde ich den Frühling im Alltag genießen!

Psychische Stabilität

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Februar und März sind keine schönen Monate in diesem Job. Es ist wenig los, und meist können wir das nicht genießen. Wenn wenig los ist, zählt jeder Termin, und jeder geplatzte Termin verursacht Stress, weil man plötzlich nicht mehr sicher ist, ob man die nächste Miete zahlen kann. Also sitzen wir noch mehr Stunden im Appartement rum um sonst, weil ja vielleicht hoffentlich noch was kommen könnte…

Ich mache das jetzt schon seit Jahren mit und nehme mir jedes Jahr vor, es locker zu sehen. Bis jetzt hat es immer irgendwie gepasst… Doch auch bei mir liegen zwischendurch die Nerven blank, meine Geduld ist nicht so gut wie sonst, und generell ist es eher eine Zeit des Aushaltens.

Auch unter uns Kolleginnen kann das schwierig werden. In den letzten Wochen hatten wir eine Kollegin hier, die gerade private Probleme hatte und daher noch schlechter mit den alltäglichen Ärgernissen umgehen konnte. Jeder dumme Anruf führte zu einem Wutausbruch und Szenen. Die Kunden kriegten da zum Glück nicht so viel von mit, aber für mich und die anderen Frauen war es echt anstrengend.

Freitag hat sie sich dann mit jemandem über eine Kleinigkeit gestritten und ist plötzlich abgereist. Schade, denn wir mochten sie. Andererseits genieße ich die Ruhe, die heute hier herrscht. Ich wünsche ihr alles Gute, vielleicht läuft es woanders besser für sie als hier!