Blog von Tina, Sexarbeiterin aus Hamburg

Autor: Tina (Seite 50 von 57)

Wenn Fantasien wahr werden

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Vor einigen Wochen trat ein Kunde mit einer ganz speziellen Fantasie an mich heran. Er wollte mit mir ein SM-Spiel spielen, bei dem ich von Anfang an die Augen verbunden hätte und fixiert wäre, so dass ich die ganze Zeit mit einem mir Unbekannten spielen würde. Zu meiner Sicherheit würde eine Kollegin von mir dabei sein.

Etwas nervös war ich trotzdem, als es an diesem Abend an der Tür schellte. Die Tür zu meinem Zimmer war geschlossen, ich hörte nur die Schritte auf dem Flur, dazu die Stimmen – ihre hohe, fröhliche Stimme, und eine tiefe, unbekannte Männerstimme. Wie er wohl aussah? Das würde ich erst deutlich später erfahren.

Leise schlüpfte sie zu mir ins Zimmer für die letzten Vorbereitungen. Ich kniete mich auf den Strafbock und zog die Augenbinde über mein Gesicht, so dass meine Welt im Dunkeln versank. Langsam lehnte ich mich vor und legte auch den Oberkörper ab, versuchte mich zu entspannen, während sie schnell meine Hände fixierte und Seile um Taille und Oberschenkel schlang, um mich so völlig zu fixieren.

Dann verließ sie das Zimmer wieder, und einige Minuten war es still um mich, bevor sich die Tür wieder öffnete. Erneut hörte ich seine Stimme, die mich nun ansprach: „Na, wen haben wir denn da?“ Seine Hände glitten über meine Schultern. „Du warst frech und brauchst Bestrafung, ja?“

Ich schwieg, gefangen in der Dunkelheit hinter der Augenbinde, diesen fremden Berührungen hilflos ausgeliefert. Mein Atem ging schneller, während seine Hände von meinen Schultern abwärts glitten, über meine Hüften, meine Beine. Mein Rock wurde hochgeschoben, Hände glitten zwischen meine Beine, umfassten dann meine Brüste.

Eine Hand litt zwischen meine Beine, teilte meine Schamlippen, und mir wurde peinlich bewusst, wie nass ich schon war. Finger glitten durch meine Nässe, rieben über meine empfindlichste Stelle, ließen meinen Atem noch schneller werden und meinen Puls rasen.

Er zog die Hand zurück und wandte sich an meine Freundin: „Hast du einen Flogger zum Aufwärmen?“ – „Nimm die Hand!“, war ihre lapidare Antwort. Schon trafen mich die ersten Schläge, wohlgezielt, in schneller Abfolge. Ich konnte ein Stöhnen nicht unterdrücken.

Die fremden Männerhänden rieben meinen Po, schlugen mich, erhitzten mein Fleisch. Ich fühlte mich hilflos und gedemütigt in der Wollust, die mir dies bereitete. Seine Finger tauchten wieder zwischen meine Beine, testeten meine Nässe, reizten mich.

„Gib mir mal einen Plug, ich will sie vorbereiten“, war seine nächste Anweisung. Kühles Gleitgel wurde über meine Rosette gestrichen und ein kleiner Plug in mich geschoben, der allerdings sofort wieder hinausrutschte. Noch zwei Mal schob er ihn in mich, mit demselben Ergebnis. Sichtlich unzufrieden drohte er mir bei jedem Mal zehn Schläge an, bis meine Freundin sich erbarmte und ihm einen anderen Plug gab, der problemlos an der vorbestimmten Stelle blieb.

Er trat zurück, doch statt der erwarteten Schläge ließ er sich allein und wandte sich meiner Freundin zu. Ich konnte sie hören, als seine Hände ihre großen Brüste streichelten. Gebannt lauschte ich, als sie vor ihm auf die Bettkante sank und seinen Schwanz lutschte. Das leise saugen, ihr Lachen, sein Stöhnen… Frustriert lag ich still und spürte die Leere zwischen meinen Beinen.

„Stell dich mal da hin“, wies er sie an, und ich spürte, wie sie sich über mich beugte. Ihre Brüste strichen über meinen Rücken, als sie sich neben meinen Schultern abstützte. Dann umfasste er ihre Hüften und begann, sie von hinten zu ficken. Ich hörte das Stöhnen der Beiden, spürte ihre Bewegungen über mir, und schwankte zwischen Erregung und Frustration hin und her.

Ich konnte deutlich hören, als er kam und sich dann aus ihr zurückzog. Sie lachte wieder, und dann verschwand die Berührung ihrer Brüste von meinem Rücken. Lachen, Atem, das Klirren von Gläsern im Hintergrund. Dann plötzlich wieder seine Hände auf meinem Po: „So, nun aber wieder zu dir und deiner Bestrafung!“

Seine Handflächen schlugen wieder auf meinen Po, um mich erneut aufzuwärmen. Dann trat er hinüber zur Kommode, auf der die Schlaginstrumente lagen. Gespannt wartete ich, was er auswählen würde, und war erleichtert, als ich das Klatschen des Paddels erkannte. Nicht so schlimm!

„Zehn Schläge, du zählst mit!“, wies er mich an, und ich gehorchte dankbar. Zehn, das war gut auszuhalten. Eins. Zwei. Drei. Er schlug gut, und das Paddel fühlte sich vertraut an auf meiner Haut. Vier. Fünf. Sechs. Sieben. Hart, aber mehr anregend als schmerzhaft, und weit von meinen Grenzen entfernt. Acht. Neun. Zehn. „Danke, Herr.“ Eigentlich zu schnell vorbei für meinen Geschmack.

Wieder trat er zur Kommode, und dann strich das Ende der Gerte über meine Haut. Wieder zehn. Härter. Besser. Lust auf mehr… Lust auf viel mehr! „Zehn noch!“ Ein letztes Mal trat er an die Kommode, und ich erkannte das Klappern des Rohrstocks, schon bevor er sich darüber beklagte, dass dieser nicht ordentlich gewässert sei.

Nun biss ich doch die Zähne zusammen in gespannter Erwartung. Mit einem Rohrstock könnte er mich an meine Grenzen bringen…. Doch er zog nicht voll durch, seine Schläge waren kontrolliert und gleichmäßig. „Zehn. Danke, Herr.“

Seine Finger zwischen meinen Beinen, die meine Nässe verteilten, dann mit dem Plug in meinem Po spielten und mich so zum Stöhnen brachten. „Hilf mir mal“, wandte er sich an meine Freundin. Meine Fesseln wurden gelöst, und etwas zittrig stand ich plötzlich auf den Beinen. Sie führte mich hinüber zum Bett. „Bettkante vor dir. Knie dich darauf und rutsch nach vorne!“

Auf allen vieren kniete ich auf dem Bett, immer noch in Dunkelheit gehüllt. Hörte, dass sie seinen Schwanz wieder in den Mund genommen hatte und ihn so in Form brachte. Dann Finger, die den Plug entfernten und sich tastend tief in mich bohrten.

Dann, endlich, schob er seinen Schwanz in mich. Langsam, aber unerbittlich schob sich ein großer Schwanz tief in meinen Po, und ich schrie auf, irgendwo zwischen Lust und Schmerz. Er begann, mich zu stoßen, hart und schnell, und ich musste die Hände ins Bettzeug krallen, um gegenhalten zu können. Sein Becken klatschte gegen meinen Po, und er stöhnte kehlig.

Die Zeit schien still zu stehen, und ich verlor komplett den Bezug zu meiner Umgebung. Es gab nichts mehr als die Dunkelheit hinter der Augenbinde, mein angespannter Körper und der harte Schwanz, der immer wieder in mich stieß und mich zum Beben, Stöhnen und Schluchzen brachte.

Seine Hände strichen über meinen Po, und er wurde langsamer, zog sich dann aus mir zurück. „Gib mir mal ein neues Kondome“, sprach er sie an, und drehte mich dann auf den Rücken. Ein unvertrauert Körper über meinem, meine Beine hochgebogen an den Körper, die Arme neben dem Kopf. Immer noch passiv, ausgeliefert, zum Objekt geworden.

Endlich drang er in meine nasse Möse ein, und mein Körper wand sich vor Lust. Schnell und hart stieß er mich, und bald kamen wir beide zum Höhepunkt. Als er auf mich sank, spürte ich das erste Mal mehr von ihm als seine Hände und seine Schwanz.

Er zog sich zurück, kam aber gleich darauf wieder zu mir, zusammen mit meiner Freundin. Vier Hände streichelten mich und zogen mich dann aus: Schuhe, Strümpfe, Korsage, Rock, die Manschetten… Ich blieb passiv, genoss es nun ganz im Mittelpunkt zu stehen.

Und dann, ganz zum Schluss, zogen seine Hände die Augenbinde herunter. Einen Moment lang hielt ich die Augen noch geschlossen, dann blinzelte ich gegen das scheinbar so helle Licht und sah neugierig zum ersten Mal in sein Gesicht.

Logik des Geldes

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Heute Morgen hatte ich mal wieder so einen Mail-Kontakt, der mich den Rest des Tages den Kopf schütteln ließ:

Er: „Hi würdest Du XXX machen? Würde es auch entsprechend bezahlen.“
Ich: „Kann ich nicht.“
Er: „Schade, würde echt gut zahlen.“

Wenn ich sage „Ich kann das nicht.“ kann das Unterschiedliches meinen:

– Es ist mir körperlich nicht möglich.
– Ich habe das nötige Wissen nicht.
– Es zählt zu meinen Tabus.

In allen drei Fällen macht es überhaupt keinen Sinn, mich mit mehr Geld überzeugen zu wollen. Falls ich mich darauf einlassen sollte, wäre das Ergebnis nämlich so:

– Ich sage etwas zu, was bei mir körperlich nicht funktioniert. Es wird nicht plötzlich funktionieren, nur weil ich mehr bezahlt kriege. Ich sage also etwas zu, bei dem mir klar ist, dass ich es dann nicht machen kann und der Kunde frustriert sein wird (zu Recht). Falls ich doch versuche, etwas zu erzwingen, gehe ich ein hohes gesundheitliches Risiko ein.
– Ich versuche mich an etwas, von dem ich keine Ahnung habe. Im besten Fall wird der Kunde frustriert, weil es nicht so wird wie er sich das vorgestellt hat. Im schlimmsten Fall setze ich den Kunden unkalkulierbaren gesundheitlichen Risiken aus.
– Ich mache etwas, das mir zuwider ist oder das ich für nicht verantwortbar halte, und verstoße dadurch gegen meine eigene Integrität. Damit füge ich mir selbst psychischen Schaden zu, der noch Zeit zum Heilen brauchen wird, wenn ich das verdiente Geld längst ausgegeben habe.

In allen drei Fällen sehe ich weder für mich noch für den Kunden einen Sinn darin. Ich muss also alle, die an einem Treffen mit mir interessiert sind, bitten, sich auf mein Urteil darüber zu verlassen, was ich kann und was nicht. Ist besser für beide!

Nachtrag:
Ich habe in den Jahren, in denen ich SDL bin, einige Male Kunden erlebt, denen es nicht wirklich um etwas Bestimmtes ging, sondern rein darum, mich dazu zu bringen, etwas zu tun das ich vorher abgelehnt habe. Das sind Machtspielchen. Das finde ich respektlos und breche den Kontakt sofort ab.

Wintersonne

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Letzten Freitag hat mein Wecker morgens viel zu früh geschellt. Mein erster Termin war zwar erst um zwölf, aber ich musste vorher nach draußen was erledigen. Beim Anziehen war es noch dunkel, und ich verpackte mich in zwei Hosen, zwei Shirts, Pullover, Mantel, Stiefel, Mütze – das Thermometer auf dem Balkon zeigte -8 Grad!

Es war bitterkalt draußen, aber die Luft war klar und ich wurde mit einem wunderschönen Sonnenaufgang für das frühe Aufstehen belohnt. Solange ich in Bewegung blieb, war sogar die Kälte nicht so schlimm, denn die Sonne strahlte bald hell über mir und vermittelte Wohlgefühle.

Fast tat es mir leid, wieder rein zu müssen. Aber auch mein Zimmer hatte reichlich Sonne, und so gab ich eine sinnlich-genussvolle Massage, die sich fast sommerlich anfühlte: Ein Heizstrahler sorgte für kuschelige Wärme, und die strahlende Sonne, die auch durch die Vorhänge ins Zimmer flutete, schien nicht nur Helligkeit zu spenden, sondern sogar etwas zu wärmen.

Ich hatte jedenfalls einen tollen Tag, durch die Sonne in Hochstimmung versetzt. Schade, dass das dann am Wochenende in Glatteis und jetzt in Regen umgeschlagen ist. Als ich heute Morgen durch Regen und Matsch gelaufen bin, habe ich wehmütig an die Wintersonne von Freitag gedacht, und ich hoffe, dass wir in den nächsten zwei Monaten noch ein paar solcher Wintersonnen-Tage kriegen – da macht nicht nur das draußen sein, sondern insgesamt das Leben mehr Spaß!

Frohe Weihnachten

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Jetzt ist das Jahr schon wieder fast vorbei. Mir ist es mal wieder nicht gelungen, so richtig in Weihnachtsstimmung zu kommen. Der Advent ist irgendwie immer hektisch, und in meinem Leben war so viel los, dass wenig Besinnlichkeit aufgekommen ist. Morgen werde ich zu meinen Eltern fahren, für einen gemütlichen Heiligabend und am 1. Weihnachtstag noch zum Mittagessen, bevor es spätnachmittags wieder nach Hause geht.

Eigentlich freue ich mich aber mehr darauf, in den nächsten Wochen Alltag einkehren zu lassen. Mal nicht unterwegs zu sein, sondern die ganze Woche zu Hause zu planen, mit ausreichend Zeit zum Arbeiten, für neue Kontakte, aber auch für Sport, zum Lesen und Schreiben, für Freundschaften. In diesem Sinne werde ich ab dem 26. wieder in Hamburg sein und auch zwischen den Feiertagen für Dates zur Verfügung stehen.

Ich wünsche Euch allen frohe Weihnachten!

Öffentlichkeitsarbeit

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Vor ein paar Tagen schellte abends mein Telefon und am anderen Ende der Leitung meldete sich eine Frauenstimme: „Guten Abend! Ich bin von der BILD-Zeitung und möchte einen Artikel schreiben über die Geheimnisse deines Berufs.“ Ich lehnte sofort ab, worauf sie noch einwarf, dass „ich doch so offen sei, im Internet mein Gesicht zeigen würde…“ – und ob ich nicht eine Kollegin wüsste, die das machen würde?

Ich habe das sogar noch an meine Kolleginnen im Appartement weitergeleitet, aber die waren alle derselben Ansicht wie ich: Gerade von BILD sei kein ehrlicher Bericht zu erwarten, sondern nur Klischees, und für so was würde sich keine von uns den Vorurteilen und Verurteilungen der Öffentlichkeit aussetzen.

Ich bin Mitglied im BesD (Berufsveband erotische und sexuelle Dienstleistungen e.V.), der sich für die Rechte von Prostituierten einsetzt und gegen die Stigmatisierung dieser Tätigkeit. In diesem Rahmen verfolge ich die Öffentlichkeitsarbeit, die einige Kolleginnen betreiben. Ich bewundere, was sie tun und wie sie es tun; es sind alles gebildete, reflektierte Frauen, die sich der Risiken bewusst sind und wissen, worauf sie achten müssen.

Trotzdem erlebe ich auch dort immer wieder, dass es schief geht: Dann werden Interviews so zerpflügt und verdreht, bis sie zur These des Journalisten passen (gerne genommen bei der EMMA). Oder es wird von Anfang an die Frau in Frage gestellt, indem man an ihrem Auftreten/ ihrem Aussehen/ ihrer Biografie/ etc herumkritisiert, bis sie scheinbar nicht mehr ernst zu nehmen ist (so passiert beim SPIEGEL).

Für mich bleibt das Dilemma: Ich sehe den Wert von Öffentlichkeitsarbeit und glaube, dass es wichtig ist, dass sich mehr Frauen öffentlich zeigen mit ihrer Arbeit und ihrer Person. Nur damit erreichen wir, dass man mit uns redet und nicht nur über uns! Aber solange selbst Frauen, die eindeutig viel besser dafür gewappnet sind als ich, immer wieder an dieser Aufgabe scheitern, sehe ich mich nicht in der Lage, das Risiko für mich persönlich einzugehen und die Konsequenzen eines solchen Schrittes zu tragen.

Nachtrag: Die Dame ist jetzt auch hier unterwegs, heute hat sie mich angeschrieben (sonderlich gut organisiert scheint sie demnach nicht zu sein). Irgendwann wird sie wohl jemanden finden, der naiv genug ist…

Privatwohnung vs. Appartement – Teil 2

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


(Teil 1 habe ich gestern hier gespostet, siehe unten)

Vor zwei Jahren habe ich die Wohnung, in der ich sowohl gewohnt als auch gearbeitet habe, aufgegeben und war erst knapp ein Jahr in einem Appartement in HH-Schnelsen, bevor ich in meinem jetzigen Appartement in HH-Billbrock gelandet bin. Jetzt arbeite ich wieder wie die meisten anderen Menschen auch: Ich fahre morgens mit dem Fahrrad oder der S-Bahn ins Appartement und abends wieder nach Hause.

Für mich liegen die Vorteile klar auf der Hand: Dadurch dass Arbeit und Privatleben klar getrennt sind, bin ich im Privatleben entspannter und bei der Arbeit konzentrierter. Ich bin nicht mehr ganz so spontan wie früher bzw habe wieder so was wie Arbeitszeiten etabliert: nachmittags bin ich im Appartement und auch spontan besuchbar; vormittags, abends und am Wochenende brauche ich deutlich Vorlauf.

Im Appartement bin ich selten allein mit meinem Gast. Wir haben fünf Zimmer, die fest vermietet sind, plus Terminfrauen, die das Studio nutzen – klingt viel, aber mehr als drei oder vier Frauen sind fast nie gleichzeitig im Appartement. Manchmal ist es unruhiger, als es in einer Privatwohnung wäre, aber wir achten alle sehr darauf, Rücksicht aufeinander zu nehmen und Diskretion zu wahren.

Auf der anderen Seite ist es schön für mich, mit Kolleginnen reden zu können, und manche Termine würde ich ohne diese Sicherheit im Hintergrund gar nicht machen (z.B. mich fesseln lassen). Ab und zu machen wir auch mal zusammen Termine – meist ein sehr aufregendes Erlebnis für den Gast und für manche die Erfüllung eines Traums.

Das Appartement hat einen deutlich höheren Ausstattungs-Standard als eine Privatwohnung. Schon meinem Zimmer merkt man an, dass es halt für meine Spiele eingerichtet wurde und kein durchschnittliches Schlafzimmer ist. Mittlerweile habe ich es sehr auf meine Bedürfnisse und Wünsche angepasst und genieße jeden Termin dort.

Falls jemandem der Sinn nach etwas Ausgefallenerem steht, kann ich nach Absprache ein SM-Studio und einen Klinikraum nutzen. Schon mal Sex auf einem Gyn-Stuhl gehabt? Oder in einer Sling? Fesselspiele am Kreuz oder auf der Liege? Alles kein Problem…

Ach ja, und wir haben drei Bäder: Zwei für Gäste und eins nur für die Frauen. Die für die Gäste in Gästebad-Qualität, mit frischen Handtüchern und verpackter Einmal-Kosmetik. Das Frauen-Bad halt ein Frauen-Bad, in dem jede ihre Kosmetik rumstehen hat und auf der Heizung Handtücher und Kleidung trocknet.

Ein klarer Appartement-Vorteil für mich: Wenn was nicht funktioniert, spreche ich die Vermieterin an und sie kümmert sich. Ich mache eine Woche Urlaub, und in der Zeit wird mein Zimmer gestrichen; das ist für mich der pure Luxus, musste ich mich doch jahrelang um jede Kleinigkeit selber kümmern (von verstopften Abflüssen im Bad bis zum kaputten Trockner – alles bitte sofort, ist dringend).

Ab und zu denke ich noch darüber nach, ob ein eigenes Appartement, nur für mich, nicht die schönere Lösung wäre. Aber im Moment bin ich glücklich da, wo ich bin, und habe nicht vor, da in den nächsten Monaten etwas dran zu ändern.

Privatwohnung vs. Appartement – Teil 1

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Ab und zu kommt es vor, dass jemand es ablehnt mich zu treffen, weil ich nicht privat besuchbar bin und er nie in einen „Puff“ gehen würde. Nun, über die Auslegung des Wortes „Puff“ (und vergleichbarer Slang-Begriffe) lässt sich wohl streiten, aber hier mal ein paar Überlegungen von mir zu dem Thema:

Ich habe neun Jahre lang in meiner Privatwohnung gleichzeitig gearbeitet. Teilweise habe ich voll dort gewohnt, teilweise nur als Zweitwohnsitz. Ich hatte immer ein Zimmer für mich privat, eins zum arbeiten, und habe dabei dasselbe Bad benutzt wie meine Gäste und die Küche mehr zum Wäsche waschen benutzt als zum Kochen.

Ab und zu denke ich schon daran, dass es ja ganz praktisch war, abends nicht mehr ewig durch die Gegend fahren zu müssen und auch am Wochenende noch mal kurz einen Termin zu machen, ohne dass es mich gleich den halben Tag kostet. Aber insgesamt überwiegen doch die Nachteile:

Ich war nie richtig entspannt in der Wohnung, denn es war halt immer gleichzeitig auch mein Arbeitsplatz. Und egal wie oft ich gesagt habe, ich würde nur auf Termin arbeiten und man solle bitte nicht einfach vorbeikommen, irgendwer stand doch immer unangemeldet vor der Tür. Das hat dazu geführt, dass ich schon nach kurzer Zeit die Tür nur noch aufgemacht habe, wenn ich einen Termin hatte, ansonsten habe ich jegliches Klingeln ignoriert – hat der Postbote eben Pech gehabt, ich hole mein Paket dann halt am nächsten Tag in der Filiale ab.

Mal was rumliegen lassen, weil es ein fauler Tag war? Ging gar nicht. Besuch? Schwierig – wie erkläre ich die Aufteilung der Wohnung, und was mache ich wenn es plötzlich schellt. Das Bad war neutral eingerichtet, mein Kosmetik-Kram sorgfältig in einem Koffer weggeräumt.

Gäste legen so viel Wert auf Diskretion, dass sogar die Herausgabe eines Vornamens und einer Handy-Nummer als Zumutung empfunden wird. Umgekehrt gilt das nicht: Meine Adresse fand (und finde) ich bald auf allen möglichen Seiten, von denen die meisten eher unseriöser Natur waren und die ihren Stammsitz an einem Ort haben, der jede Chance, das wieder löschen zu lassen, zunichte macht. Da stand dann gerne mal wieder jemand unangemeldet vor der Tür – und wenn ich nicht da war, wurde auch bei den Nachbarn geschellt und gefragt, wo denn die Frau von den Erotik-Massagen sei. Ich sehe es heute noch als ein Wunder an, dass ich in dieser Zeit weder mit dem Vermieter noch mit dem Ordnungsamt Ärger hatte.

Und obwohl es bitte privat sein sollte, wurde Studio-Standard erwartet: Dasselbe Bad wie ich zu benutzen, war eine Zumutung für einige meiner Gäste. Auch an Möbeln, Heizung, Fußboden u.a. wurde gerne mal rumgemäkelt. Alle sollte bitte mindestens guten Hotel-Standard haben, Wohnungs-Standard reichte nicht… aber es sollte bitte möglichst privat sein.

Vor zwei Jahren habe ich die Wohnung aufgegeben und war erst knapp ein Jahr in einem Appartement in HH-Schnelsen, bevor ich in meinem jetzigen Appartement in HH-Billbrock gelandet bin. Jetzt arbeite ich wieder wie die meisten anderen Menschen auch: Ich fahre morgens mit dem Fahrrad oder der S-Bahn ins Appartement und abends wieder nach Hause.

Teil 2 folgt morgen – dort schreibe ich dann über die Vor- und Nachteile des Appartements

Mein Zimmer

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Zeit für eine Auszeit. Diese Woche bin ich von Mittwoch bis Sonntag in Köln, um meine Ausbildung zu beenden; danach wird es dann hoffentlich deutlich ruhiger in meinem Leben. Da ich schon seit letzter Woche etwas angeschlagen bin, habe ich es die letzten Tage ruhiger angehen lassen und nur noch wenige Termine gemacht; eine Entschuldigung an alle, die kurzfristig keinen Termin mehr bekommen haben – ab nächster Woche bin ich wieder voll da!

Da ich diese Woche eh kaum da bin, habe ich mein Appartement-Zimmer an eine Terminfrau abgegeben. Als wir das vor ein paar Wochen so abgesprochen haben, erschein es mir die perfekte Lösung. Jetzt stelle ich allerdings fest, dass es mir nicht so leicht fällt wie erwartet.

Ich habe dieses Zimmer jetzt seit ziemlich genau einem Jahr und in diesem Jahr ist es sehr deutlich MEIN Zimmer geworden. Erst habe ich es immer mehr und mehr mit meinen Sachen eingerichtet, und vor ein paar Wochen habe ich sogar angefangen, die Möbel nach meinem Geschmack umzustellen und so das ganze Zimmer auf meine Wünsche und Bedürfnisse einzurichten.

Es mag sehr esoterisch klingen, aber ich habe das Gefühl, dass das Zimmer deutlich meine Energie angenommen hat. Es jetzt jemandem anders zu überlassen, und sei es auch nur für eine Woche, fühlt sich komisch an. Zumal diese Frau zwar sehr nett und zuverlässig ist, aber vom Stil her so völlig anders als ich.

Wahrscheinlich haltet Ihr mich jetzt für zickig – geht mir fast selbst so! Na ja, nächsten Montag bin ich ja wieder da, und dann ist es auch sicher schnell wieder mein Zimmer.
Habt eine gute Woche!

Latex-Session

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Im Mai habe ich ganz begeistert von meinem ersten Latex-Kleid berichtet. Ich habe es seitdem häufiger getragen, für Kunden oder einfach so für mich, um das Gefühl auf der Haut zu genießen.

Nun hatte ich einen Kunden, der totaler Latex-Fetischist war und frage, ob ich nicht auch Latex für ihn hätte. Ich rief eine Kollegin zur Hilfe, die mehr Erfahrung mit so was hat und sich in unserem Studio auskennt, und so trug er kurz darauf einen Latex-Anzug mit strategisch günstig platzierten Löchern. Außerdem sollte ich Handschuhe anziehen und beide setzten wir Masken auf.

Es funktionierte für mich gar nicht! Mein Erotik basiert auf Kontakt und Nähe, und bei jeder Berührung 1-2 Lagen Latex dazwischen zu haben, brachte bei mir jegliche Inspiration zum erliegen.

Die Erotik und Erregung, die es bei mir auslöst, selbst Latex zu tragen, brachte mich irgendwie in die Session, und seine Anleitung und guter Wille meinerseits ließen sie mich für ihn befriedigend zu Ende bringen.

Ich buche das unter Erfahrung. Wieder etwas, dass ich über mich und meine Erotik und Erotik im Allgemeinen gelernt habe. My kink is not your kink… In Zukunft bleibe ich auf meiner Spielwiese und werde solche reinen Fetisch-Sessions ablehnen.

Gesundheitsgedanken

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Vor ein paar Tagen war ich mit einer Freundin auf der Langen Reihe (St Georg) verabredet. Als wir am Büro von „Leuchtfeuer“ vorbeigingen, kam sie auf die Idee, doch mal zu fragen, ob es schon den neuen Teddy gibt. Gibt es. Für alle, die es nicht kennen: Leuchtfeuer ist eine Organisation, die Hilfe für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke anbietet. Jedes Jahr im Dezember verkaufen sie in der Wandelhalle des Hamburger Hauptbahnhofs kleine Teddys, als Spendenaktion und Zeichen für Solidarität. Ich habe mittlerweile ein ganzes Regalfach voll (siehe auch meinen Artikel „Der Leuchtfeuer-Teddy“ vom 07.12.15).

Da ich danach gedanklich eh mal wieder mit Gesundheitsthemen beschäftigt war, ging ich zwei Tage später zu Casa Blanca zur regelmäßigen Gesundheitskontrolle. Casa Blanca ist ein Zentrum in Hamburg-Altona, spezialisiert auf sexuell übertragbare Krankheiten (STI). Sie bieten kostenlose HIV-Tests (für alle) und Beratung und ausführliche Untersuchung für Prostituierte an. Die Mitarbeiterinnen sind sehr nett, hilfsbereit und frei von Vorurteilen, Verurteilungen und unverwünschter Ausstiegshilfe (wobei ich sicher bin, dass sie auch Ausstiegshilfe geben, wenn danach gefragt wird).

Ich bin dankbar dafür, in einer Großstadt zu leben und auf eine so gute Infrastruktur zurückgreifen zu können. Früher hatte ich einen sehr guten Gynäkologen, aber es ist schon toll und etwas besonderes, mit jemandem offen reden zu können über alle Fragen, Sorgen und Gedanken, die so aufkommen.

Manchmal frage ich mich, wie sich das Mitte nächsten Jahres verändern wird. Wenn das neue Prostitutionsgesetz kommt, sind alle gemeldeten Frauen verpflichtet, ein Mal im Jahr ein „Gesundheitsberatungsgespräch“ zu führen. Dann sitzen hochmotivierte, freundliche Mitarbeiterinnen wohl plötzlich häufig Frauen gegenüber, die nur genervt einen Pflichttermin hinter sich bringen wollen. Wie lange diese Mitarbeiterinnen dann wohl noch motiviert und gerne ihre Arbeit machen? Aber klar, das Gesetz ist ja nur zum Schutz der armen Prostituierten… Ich frage mich, wie as erst wird in den Städten, die nicht über diese Infrastruktur verfügen.

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