Blog von Tina, Sexarbeiterin aus Hamburg

Monat: August 2026

Wellness Plus

Eines der Dinge, die ich an meiner Arbeit besonders liebe, ist die inhaltliche Vielfalt bei den Treffen, die ich habe. Manchmal geht es um Leidenschaft, manchmal um Nähe, manchmal darum etwas Neues zu entdecken oder geheime Ideen auszuleben, manchmal auch einfach um eine entspannte Zeit oder intensive Gespräche. Gerade hatte ich einen Termin, bei dem Erotik nur eine kleine Nebenrolle spielte.

Er war sehr viel älter als ich, in einem Alter, in dem körperliche Fitness kein nebensächliches Thema mehr ist. Sein Wunsch war es, zu Beginn mit mir duschen zu gehen. Ich stand also mit ihm unter dem warmen Wasserstrahl, seifte ihn sorgfältig ein, berührte seinen Körper, ließ mich zwischendurch in den Arm nehmen, bevor ich den Schaum abspülte und ihm ein Handtuch reichte.

Für die Intimrasur gingen wir schon ins Bett. Er lag entspannt auf dem Rücken, ich saß zwischen seinen Beinen, eine Schale mit Wasser neben mir. Mit einem Handtuch feuchtete ich den Intimbereich wieder an, verteilte dann sorgfältig Rasierschaum. Es dauerte eine Weile, bis ich die langen Haare mit dem (Einweg-)Rasierer entfernt hatte. Mit der Hand prüfte ich, dass Peniswurzel, Hoden und Preineum schön glatt waren, bevor ich die Haut mit Kokosöl einrieb, um sie zu beruhigen.

Sanft glitten meine Hände über ihn, fühlten seinen harten Schaft, streichelten und stimulierten ihn. Irgendwann krabbelte ich neben ihn und machte mit meinem Mund weiter, während seine Hände über meinen Körper glitten. Er stoppte mich nach relativ kurzer Zeit, und ich rollte ein Kondom über und setzte mich auf ihn. Langsam und sinnlich ritt ich ihn zu einem Höhepunkt.

Da danach noch Zeit übrig war, bot ich ihm eine Massage an, die er gerne annahm. Mit Creme massierte ich seine komplette Rückseite, strich in langen Bewegungen über Rücken, Po und Beine, massierte die Muskeln und verband zum Abschluss alles mit langen Strichen. Eigentlich hätte ich ihn danach einfach noch mal ins Bad geschickt, aber diesmal war die Stimmung so fürsorglich, dass ich stattdessen einen feuchten, warmen Waschlappen holte und ein kleines Handtuch, um die Creme-Reste von seiner Haut zu streichen.

Danach konnte er natürlich trotzdem noch ins Bad, bevor wir uns wieder anzogen und den Termin gemütlich ausklingen ließen.

„Termin auf Anfrage“

Bei kaufmich habe ich unter „Aktuelles“ immer die aktuell noch freien Zeiten der nächsten Tage stehen, und viele meiner Kunden nutzen das gerne, wenn sie Termine mit mir vereinbaren möchten. Ganz furchtbar finde ich Anbieterinnen, die noch nicht mal ungefähre Zeiten im Profil stehen haben, sondern nur „auf Anfrage“ – jeder Mensch hat unterschiedliche Lebensrhythmen, und so wie ich abends nach zehn nicht ansprechbar bin, sind es manche morgens vor elf nicht.

Viele der Termine, die ich dort anbiete, sind trotzdem eine Frage des Vorlaufs. Ich habe feste Trainingszeiten, und wenn ich in der Zeit einen Termin habe, muss ich das Training vorher absagen/ verschieben, und das mindestens am Nachmittag vorher. In den letzten Monaten hatte ich wieder vermehrt Probleme mit Unzuverlässigkeit, nicht nur von Neukunden, sondern auch von Stammkunden. Manchmal bin ich dann schon versucht, bestimmte Termine lieber unter „auf Anfrage“ zu setzen, statt sie allgemein anzubieten.

„Auf Anfrage“ heißt in diesem Fall für mich, dass ich den Termin gerne vergebe an Stammkunden, die ich als zuverlässig kenne, oder aber für längere Termine.Wenn ich aber für einen Termin mein Training absage, am Wochenende extra in Hamburg bleibe (statt an die Ostsee zu fahren), oder auch wenn es ein Termin um die Mittagszeit ist, der den ganzen Tag zerreißt, lehne ich das bei Neukunden schon mal ab.

Manchmal komme ich mir ein bisschen unfair dabei vor, oder als würde ich die Möglichkeit Geld zu verdienen ablehnen. Im Endeffekt hängt jedoch vieles bei meiner Arbeit davon ab, wie wohl ich mich mit dem fühle was ich mache und wie sehr ich im Glechgewicht bin, und wenn ich genervt bin vom dritten versetzten Termin in einer Woche und weil mein Privatleben völlig auf der Strecke bleibt, dann hat da niemand was von.