Jedes Jahr im Frühling machen Zeitschriften und Fitnesstudios Werbung wie „Jetzt noch schnell den perfekten Summer Body kriegen!“, meist wollen sie dann Fitnesstraining oder Diäten verkaufen. Summer Body meint dabei einen Körper, der perfekt im Bikini aussieht: schlank, durchtrainiert, glatte Haut, gebräunt.
Seit letztem Wochenende habe ich einen Körper, der sich sehr nach meinem Sommerkörper anfühlt – auch wenn das nicht aussieht wie in der Werbung und sich auch nicht so anfühlt. Ich war drei Tage auf der Ostsee, davon viele Stunden nackt. Zum ersten Mal seit vielen Jahren bin ich wirklich braun geworden, am ganzen Körper, nicht nur ein wenig an den Armen. Ich liebe es!
Die Bräune ist natürlich nicth so gleichmässig, wie es beim Nutzen eines Solariums der Fall wäre, sondern variiert über den Körper. Außerdem sind meine Beine voller blauer Flecken, Spuren meines aktiven Lebens. Und durchtrainiert? Na ja, ich bin ja sportlich. Jetzt im Sommer fühle ich mich allerdings mehr nach langen Fahrradtouren, Spaziergängen und Ausritten und weniger nach stricktem Fitnesstraining, und ich möchte auch mal ein Eis genießen und nicht ständig auf meine Ernährung achten. Und wer will schon ständig den Bauch einziehen und auf die Haltung achten, wenn es eigentlich ein entspannter Tag ist?
Ja, ich liebe meinen Sommerkörper und fühle mich sehr wohl gerade, mit all den Unperfektheiten. Im Übrigen: Wer nackt badet, braucht keine Bikinifigur.