Traumfrau mit Nebenwirkungen

Blog von Tina, Sexarbeiterin aus Hamburg

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Geschichte: Strumpfhosen-Fetisch

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Bis zu diesem Tag war ich immer davon ausgegangen, dass halterlose Strümpfe der Gipfel der erotischen Kleidung seien. Wie sich das breite Spitzenband um den Oberschenkel schmiegte, die pure Verheißung auf nackte Haut darüber.

So war ich eher irritiert, als mein Date den Wunsch äußerte, ich möge doch eine Strumpfhose anziehen – eine helle auch noch! Aber gut, wenn es ihm so wichtig war… Ich musste extra eine kaufen, so etwas gehörte nicht zu meiner Standard-Ausstattung. Wenn ich Strumpfhosen trug, dann eher schwarze, und auch das nur, wenn ich an dem Abend keinen Sex plante, sondern mehr Wert auf Bequemlichkeit legte.

Als ich die Strumpfhose aus der Packung nahm, begann ich, seine Faszination zu verstehen. So leichter Stoff, seidenweich und schimmernd… Den Slip ließ ich weg und zog die Strumpfhose über meine nackte Haut. Sie saß wie die sprichwörtliche zweite Haut, umschloss meine Beine vollständig und gab ihnen eine wunderbare Form, ließ die Haut makellos wirken.

Ich betrachtete mich im Spiegel, stellte ein Bein auf. Es sah obszön aus, wie meine Schamlippen sich geben den durchsichtigen Stoff drückten, geteilt von der Naht, die meine Nacktheit noch betonte.

Ich zog ein schwarzes Minikleid darüber, aus einem ebenfalls glänzenden Stoff, hauteng und sehr kurz, und schlüpfte in High Heels, wohl wissend dass ich diese nicht lange würde tragen müssen.

Tatsächlich waren die Schuhe das erste, was ich auszog, damit ich meinen Fuß an der Innenseite seines Beins hinaufwandern lassen konnte. Mein Fuß strich über seine Leiste und berührte seinen bereits harten Schaft, erst nur ganz leicht und spielerisch. Meine Zehen, zusammengehalten vom glatten Stoff der Strumpfhose, berührten spielerisch seine Hoden und strichen von dort nach oben.

Ich stützte meine Hände auf und nahm den zweiten Fuß dazu, ließ seinen Schaft zwischen meinen Füßen hin und her gleiten und beobachtete fasziniert die Lust in seinem Gesicht.

Seine Hände glitten an meinen Beinen nach oben, griffen nach meinem Po, zogen mir das Kleid aus. Die Strumpfhose blieb. Während seine Lippen über meinen Brust glitten, massierten seine Hände meinen Po durch den Stoff der Strumpfhose. Und ich mochte das Gefühl! Wie der Stoff auf meiner Haut rieb, glatt, fremd, und doch so eng und durchlässig…

Er spreizte meine Beine, betrachtete mich, bevor er begann, meine Muschi zu streicheln. Es war eher ein Reiben, das den Stoff tief zwischen die Falten meines Geschlechts rieb und ich mit meiner Nässe tränkte. Wahnsinnig erregend, aber so langsam störte mich der Stoff doch.

Ich überlegte gerade, ob ich die Strumpfhose wohl doch mal ausziehen sollte, als er seine Finger hineinbohrte – und sie im Schritt weit aufriss! Der Stoff klaffte auf, gab endgültig den Blick auf meine nasse Möse frei, die obszön wirkte, so geschwollen und bereit.

Ich angelte nach einem Gummi und ging auf alle Viere, damit er mich hart von hinten ficken konnte – mit der zerrissenen Strumpfhose, die immer noch an meinen Beinen hing und dem ganzen den zusätzlichen Kick gab, der uns beide hemmungslos werden ließ.


Geschichten unterliegen meinem Copyright und dürfen nicht kopiert und/ oder an anderer Stelle im Internet veröffentlicht werden!

Prostata-Massage

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Der Prostata-Massage werden eine ganze Menge Wirkungen nachgesagt: sie soll verjüngend wirken, Prostata-Krebs vorbeugen, die Potenz steigern, … Wenn ich nach einer Prostata-Massage gefragt werde, geht es dabei meistens jedoch nur um eins: es fühlt sich verdammt geil an!

Wenn jemand zum ersten Mal nach dieser Art der Massage fragt, verbinde ich sie meist mit einer Massage des restlichen Intimbereichs, damit derjenige leichter entspannt bleibt. Während eine Hand also weiterhin den eingeölten Schwanz streichelt, wandere ich mit einem Finger der anderen Hand tiefer und streiche vorsichtig über die Rosette. Einige verkrampfen dann am Anfang automatisch und es braucht etwas Zeit, bis der Muskel sich lockert und ich vorsichtig mit einem Finger nach Innen gehen kann.

Die Prostata liegt im vorderen Bereich hinter dem Muskelring, eine haselnuss-große Drüse, die ich mit dem Finger deutlich ertasten kann. Während ich die Reaktion ganz genau beobachte, lege ich erst nur die Fingerspitze auf die Prostata. Manchmal reicht das schon; manchmal ist es aber auch überaus lustvoll, mit dem Finger mehr Druck auszuüben und/ oder die Prostata mit kleinen, kreisenden Bewegungen zu massieren.

Während ich mit einem Finger die Prostata massiere, massiere ich mit der anderen Hand weiterhin den Schwanz. Auf diese Weise kann ich sehr lange mit der Lust des Mannes spielen, ohne dass er kommt. Ich kann die Lust hoch aufbranden lassen, dann langsam wieder abklingen, halten, und ihn so zu einem unglaublichen Höhepunkt führen.

P.S. Ich benutze bei der Prostata-Massage Fingerlinge. Das ist wie ein Handschuh für nur einen Finger, der den Kunden vor Verletzungen durch Kanten am Fingernagel und Bakterien im Nagelbett (hat jeder!) schützt. Für mich ist das auch einfach hygienischer.

Professionalität

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Prostitution ist meines Wissens nach der einzige Bereich, in dem der Begriff „Professionelle“ ein Schimpfwort ist. In jedem anderen Gewerbe erwarte ich von meinem Gegenüber Professionalität und bin genervt, wenn jemand unprofessionell agiert. Deswegen möchte ich an dieser Stelle etwas darüber schreiben, warum ich auch in diesem Gewerbe für mehr Professionalität und weniger „Wischiwaschi“ bin.

Was ich meine, wenn ich mich als professionelle Sexarbeiterin bezeichne:

Ich besitze Grundtugenden wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit und bin vorbereitet und konzentriert, wenn ich in einen Termin gehe. Ich beantworte Mails und SMS kurzfristig und bin im vernünftigen Rahmen telefonisch erreichbar (wenn ich nicht gerade in einem Termin bin – da ist das Telefon selbstverständlich aus).

Bei einem Termin steht für mich mein Gast mit seinen Wünschen im Vordergrund. Ich ziehe meine Lust aus dem Geben und bin gut darin, auf den Wellen der Lust meines Gastes mitzuschwingen – meine Lust ergibt sich also fast immer von selbst.

Ich kenne meinen Körper sehr gut und weiß genau, was ich mir zumuten kann und was nicht geht (grundsätzlich oder nur heute gerade nicht); deswegen mache ich keine Zusagen, die ich nicht einhalten kann.

Die Techniken, die ich anbiete, beherrsche ich souverän. Mir ist bewusst, dass man auch Sex lernen kann (und sollte), und was ich professionell anbiete, habe ich erlebt und weiß damit umzugehen. Wenn ich etwas nur mal ausprobieren möchte, ohne meine eigenen Reaktionen abschätzen zu können und/ oder ohne genau zu wissen, wie es eigentlich funktioniert, tue ich dies in meinem Privatleben!

Ich kann mich auf eigentlich jeden Gast einstellen. Voraussetzung für ein Date sind für mich Gepflegtheit, hygienisches Verhalten (keine Diskussion ums Gummi o.ä.) und Respekt mir gegenüber (inkl. respektvoller Umgang mit meiner Zeit). Ich stelle keine Bedingungen bzgl. Alter, Aussehen oder bestimmten Eigenschaften, sondern bin in der Lage, jeden Menschen so anzunehmen, wie er ist, und mit Wertschätzung und liebevoller Zuwendung zu behandeln.

Last but not least: Ich ziehe eine Grenze zwischen Arbeit und Privatleben und projiziere keines meiner Bedürfnisse auf meinen Gast – seien es sexuelle Bedürfnisse, Nähe-Bedürfnisse oder gar der Wunsch nach einer Partnerschaft. All dies gehört in mein Privatleben und ich sorge dort dafür, dass ich diese Bedürfnisse erfüllt bekomme; in meiner Arbeit haben sie nichts zu suchen, dort geht es um die Bedürfnisse und Wünsche meines Gastes.

Sex is my profession

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Wie wurde ich Prostituierte? Indem ich einen Schritt nach dem anderen machte…

Ich habe schon als Teenager meine Sexualität sehr offensiv ausgelebt, und direkt nach meinem 18. Geburtstag machte ich auch erste Schritte im Bereich der käuflichen Lust – einfach so, zum Ausprobieren. Nach ein paar Terminen als Callgirl und etwas Table Dance, ließ ich es jedoch wieder sein und machte erst mal eine kaufmännische Ausbildung (wobei ich mein mageres Ausbildungsgehalt nebenbei als Camgirl aufstockte.)

2003 (mit 23) fing ich dann neben meinem Studium an, in einem Club zu arbeiten. Ich war völlig fasziniert von dieser neuen Welt, in der ich mich schnell zu Hause fühlte. In meinem ersten Club blieb ich mehr als ein Jahr, in einem anderen dann noch mal ein Jahr. Dann war ich an dem Punkt, an dem ich versuchen wollte, mich selbständig zu machen.

Ich wurde 2005 mein eigener Chef und empfing Gäste bei mir zu Hause. Das war toll, brachte aber mehr Unruhe in mein Leben, als ich erwartet hatte. Nach nur drei Monaten hatte ich zwar viele tolle Erlebnisse gehabt, der Rest meines Lebens lag aber ziemlich in Trümmern.

Zu diesem Zeitpunkt kam ich „durch Zufall“ zur Tantra-Massage. Mein erstes Tantra-Seminar (eine Grundausbildung in Tantra-Massage) war für mich ein großes Aha-Erlebnis – ich erlebte, wie nah man fremden Menschen in sehr kurzer Zeit kommen kann und wie viel Gefühl allein durch Berührung möglich ist.

Ich stürzte mich ganz in diese neue Welt, gab ab sofort nur noch Massagen und zog drei Monate später nach Hamburg, um in einer Tantra-Massage-Praxis zu arbeiten. Bald zog es mich jedoch wieder in die Selbständigkeit, und die nächsten acht Jahre (2006-2014) gab ich in meinen eigenen Räumen Tantra- Massagen und vervollständigte außerdem meine Ausbildung in diesem Bereich.

Ab und zu dachte ich wehmütig an meine Zeit im Club zurück, und es wuchs auch wieder die Lust auf Neues. 2013 schnupperte ich kurz in die Welt eines Domina-Studios hinein, wurde dort jedoch nicht heimisch.

Im Oktober 2014 brauchte ich dringend neue Räumlichkeiten und fand ein neues Zuhause in einem Erotik-Appartment. Hier fühlte ich mich sofort heimisch und war begeistert, wieder Kolleginnen zu haben, mit denen ich mich austauschen kann.

Schnell entschied ich mich, mein Angebot auch wieder zu erweitern, und befinde mich seitdem auf einer spannenden Reise hin zu einer neuen erotischen Identität.

Urlaubs-Nachlese

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Zurück zu Hause nach zwei Wochen auf Mallorca. Zum Glück ist es auch in Hamburg endlich Sommer (26 Grad) und ich habe noch eineinhalb Tage für mich, aber am Montag werde ich wieder anfangen zu arbeiten. Ein erster Schritt dahin wird es sein, morgen ausgiebig Zeit im Bad zu verbringen Meine Kosmetik in den letzten zwei Wochen hat sich auf Duschen, Haarkur, Sonnencreme beschränkt – es ging mir gut damit, aber um wieder in Alltags-Zustand zu kommen, braucht meine Haut eine gründliche Reinigung, Rasur und Creme.

Überhaupt fühle ich mich ganz anders in meinem Körper im Moment. Am Anfang habe ich Probleme gehabt, mich an das Klima zu gewöhnen, und obwohl mir gefühlt die Hitze (34-36 Grad!) nicht so viel ausgemacht hat, hatte mein Körper damit zu kämpfen, und meine Haut ist eindeutig zu hell für die mallorquinische Sonne; obwohl ich keinen Sonnenbrand hatte, habe ich mich in der Sonne nie richtig wohl gefühlt.

Die erste Woche habe ich mit meiner Ausbildungsgruppe verbracht. Eine sehr intensive Zeit, mit Meditation und Therapie und spannenden Kontakten. Ich habe festgestellt, dass ich sehr viel körperlicher bin als die meisten Menschen – nicht unbedingt sexuell, ich mag einfach körperliche Nähe. In dieser Woche eher zu Frauen – spannend, wie anders sich Frauen körperlich und energetisch anfühlen als Männer! Vielleicht erkunde ich das doch noch etwas weiter…

Die zweite Woche war dann richtig Urlaub Mit meinem Freund habe ich die Insel erkundet. Ungewohnt für mich, ich mache nur selten richtigen Urlaub. Aber es war sehr schön, sich so über die Insel treiben zu lassen. Wir haben viel gesehen: atemberaubende Landschaften, jede Menge Kirchen, alte Städte voller Leben, Touristenorte, und natürlich immer das Mittelmeer. Auch diese Woche voller Nähe, körperlich und emotional.

Nächste Woche muss das träge Körpergefühl weichen. Ich tausche leichte Sommerkleider und Sandalen gegen enge Minikleider und High Heels und achte wieder mehr auf Außenwirkung. Dann tritt der Sex wieder mehr in mein Leben; ich freue mich darauf und auf das erotische Grundgefühl, das meinen (Arbeits-)Alltag begleitet. Doch ab und zu, in der Praxis oder beim Sport, werde ich wohl noch von der sanften Erotik von warmem Wind auf der Haut und Schwimmen im Meer träumen.

Bewertungen

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Wenn ich Bewertungen hier bei kaufmich durchblättere, haben diese entweder fünf Sterne und Lobgesänge oder einen Stern und Beschimpfungen bzw Warnungen. Das ist wohl das, was Sinn der Bewertungen ist – zu sagen „war alles in Ordnung“ oder „hat nicht funktioniert“.

Bewertungen sind also für die Frauen eine Möglichkeit, ihr Profil aufzuwerten (über gute Bewertungen von Kunden) oder andere Frauen vor unzuverlässigen Kunden zu warnen (über schlechte Bewertungen, die sie vergeben).

Für Kunden ist der Nutzen von Bewertungen viel geringer, denke ich. Klar, sie können sehen, wie lange die Frau schon dabei ist und ob sie Kunden hatte, die irgendwie zufrieden waren. Aber beruht nicht der Großteil eines Dates auf der Erfüllung der persönlichen Vorstellungen und Vorlieben und letztendlich auf Sympathie? Und dabei nützt es leider wenig zu wissen, wie andere Kunden mit dieser Frau klargekommen sind – denn die Sympathie-Ebene entscheidet sich bei jeder Begegnung neu.

Es gibt Foren, wo Kunden die Möglichkeit haben, detaillierter über ihr Erlebnis mit einer Frau zu schreiben. Ich habe mal eine Geschichte gehört, wo jemand in einem Forum von einer Frau in den höchsten Tönen geschwärmt hat und detailliert sein geiles Erlebnis beschrieben hat. Ein anderer Mann ist daraufhin zu dieser Frau gegangen – und war furchtbar enttäuscht, weil die Frau sich nicht an das beschriebene Programm gehalten hat. Bei wem liegt jetzt der Fehler? Bei der Frau, die es wagt, ihr Programm zu variieren, nach Stimmung und Sympathie? Oder bei dem Mann, der zu genaue Vorstellungen hatte, ohne diese aber klar kommuniziert zu haben?

Von diesem Problem abgesehen, finde ich es einfach indiskret, Details aus Erotik-Dates in die Öffentlichkeit des Internets zu tragen; das gilt sowohl für Männer als auch für Frauen. In meinen Augen ist Erotik immer noch etwas Intimes, das zwischen zwei Menschen geschieht und nicht nur ihre Privat-, sondern ihre Intimsphäre betrifft. Jeder Mensch hat das Recht, diese Sphäre von sich zu schützen – auch im Paysex-Bereich, finde ich.

Buch: „Red Light“ von Phoebe Müller

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„Ich bin eine Motte.“

Das ist der letzte Satz eines Buches, das einen Platz sehr weit oben auf der Liste meiner Lieblingsbücher hat. Der Anfang lautet:

„Es war vor einigen Jahren und begann damit, dass ich vom roten Lichtschein angezogen wurde. Wie eine Motte. Unfreiwillig.“

Zwischen diesen Sätzen erzählt die Autorin auf 150 Seiten mit leichter, poetischer Sprache und doch sehr viel Tiefe die (fiktive?) Geschichte einer jungen Journalistin, die vom Rotlicht einer Bar angezogen wird, ihm nicht widerstehen kann und in den Sog des Nachtlebens gerät. Die Erzählung schwankt zwischen Lachen und Weinen, erzählt sehr viel von Faszination, von Abenteuer, von Zusammenhalt, aber auch von schweren Momenten und der ständigen Suche nach der eigenen Identität.

Ich finde mich an sehr vielen Stellen wieder, gerade in der ständigen Ambivalenz der Protagonistin. Ja, ich bin auch eine Motte…

Fotografie, Fotos, Pinkshots

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In den letzten Wochen wurde ich mehrmals gefragt, ob ich mich auch fotografieren lasse. Ich lasse mich sogar sehr gerne fotografieren – frage aber als nächstes immer, welche Intention der „Fotograf“ dabei hat.

Wenn ich mich mit meinem Fotografen treffe, der seit acht Jahren tolle Bilder von mir macht (auch alle Bilder in diesem Profil), steht das Ergebnis im Vordergrund. Wir wollen tolle Bilder, die wir gerne zeigen. So ein Shooting macht zwar auch Spaß, ist aber in erster Linie Arbeit. Und Flirten oder gar mehr steht dabei überhaupt nicht auf dem Ablaufplan – egal wie erotisch das Shooting-Thema ist.

Dann gibt es Fotos, auch Schnappschüsse genannt. Man nehme irgendeine kleine Kamera, in heutigen Zeiten auch gerne einfach ein Smartphone, halte drauf und drücke auf den Auslöser. Kann manchmal ganz nett sein, aber zu mehr als einer Erinnerung (oder einem Beweisfoto) taugen solche Bilder wohl kaum.

Und dann gibt es diejenigen, die aufgrund meines Erotik-Profils nach Fotos fragen, und denen es nur selten um das Ergebnis geht. Dabei steht der Flirt im Vordergrund, mehr mit dem Fotografen als mit der Kamera, und auch häufig das Vorspiel zum Sex. Da wird dann abwechselnd geknipst und gefummelt, gepost und geleckt… Das macht Spaß, ist erotisch – aber die Bilder sind meiner Meinung nach danach keinen Blick wert.

Gerne wird bei letzterem auch von unten zwischen meine Beine fotografiert, oder ich mit weit gespreizten Beinen auf dem Bett. Jagd-Trophäen? Ich mag Pornos und ich mag PornArt-Fotografie, aber solche Pinkshots finde ich nicht ästhetisch. Ich habe auch keine Angst davor, dass solche Bilder von mir im Internet landen, bzw es stört mich einfach nicht – diese Bilder gibt es in solchen Massen, wenn sich da jemand dran aufgeilen möchte, wünsche ich ihm viel Spaß dabei.

Der Wunsch, den ich nicht erfüllen kann

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Es gibt eine Aussage von Kunden, die mich immer in tiefe Verzweifelung stürzt. Einen Wunsch, mit dem ich nicht umgehen kann. Eine Aufforderung, bei der mein Kopf sofort leer wird, mein Kopfkino ausgeht und ich mir einfach einen anderen Job wünsche.

Dieser Kunde ist sehr nett, wenn er schreibt oder anruft. Die Anrede höflich, meist stellt er sich sogar mit Namen vor. Dann folgen ein paar Komplimente zu meinen Bildern und meinem Aussehen, und dass ich ja sehr kompetent wirke.

Und dann kommt er, dieser Satz: „Mach einfach mit mir, was du willst!“, oder auch: „Ich möchte deine Wünsche erfüllen!“

Das geht nicht! Es widerspricht völlig dem Setting, das in dieser Situation nun mal gegeben ist. Ich bin Sexarbeiterin und damit Dienstleisterin. Ich arbeite mit den Wünschen meiner Kunden. Ich bin gut darin, Szenarien zu entwerfen, die ihre Bedürfnisse erfüllen. Ich kann Körper und Reaktionen lesen und daraus das perfekte Erlebnis kreieren.

Aber ich kann keine Gedanken lesen und erst recht nicht herausfinden, was jemand irgendwo tief in seinem Inneren für Wünsche und Fantasien hat. Und es ist ja nun nicht wirklich so, dass derjenige ganz altruistisch meine Wünsche erfüllen möchte – dafür würde mich wohl keiner bezahlen.

Wenn ich mich auf einen Termin einlasse, kommt dann also jemand zu mir, der mir überhaupt nichts gibt, mit dem ich arbeiten kann. Er begrüßt mich höflich, geht ins Bad, zieht sich aus, legt sich hin – und wartet ab, was ich jetzt tue.

Und was soll ich tun? Eine sanfte Streichelmassage? Sex? Facesitting? Eine SM-Session? Verbalerotik? Alles möglich, und das eine kann genauso daneben liegen wie das andere.

Also bitte, lieber potentieller Kunde: Gib mir einen Hinweis, in welche Richtung deine Fantasien gehen! Auch devot zu sein ist eine Fantasie. Diese kann sich in viele Richtungen ausleben und entwickeln. Wenn du mir eine ungefähre Richtung gibst, kann ich damit arbeiten und wir können eine tolle Session zusammen haben. Aber lass mich bitte nicht einfach so im Trüben stochern!

Mein Appartement

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In dem hier beschriebenen Appartement habe ich von Oktober 2014 bis September 2015 gearbeitet.


Seit Oktober 2014 habe ich jetzt ein kleines, sehr gemütliches Zimmer in einem Erotik-Appartement untergemietet.

Meine alte Wohnung ging irgendwann einfach gar nicht mehr, den Renovierungszustand konnte ich meinen Kunden nicht mehr zumuten, und mit dem Vermieter wurde ich nicht einig. Und obwohl ich lange gesucht habe, ist es sehr schwer, eine kleine Wohnung (mit Duschbad) zu finden, die gewerblich genutzt werden darf (so was halb-legales wollte ich nicht mehr, zu riskant).

Als ich das erste Mal im Appartement war, war ich hin und her gerissen. Einerseits hat es mir echt gut gefallen, viel schöner eingerichtet als meine alte Wohnung, mit viel Liebe zum Detail, und ich würde mir nicht mehr so viele Gedanken um den ganzen alltäglichen Kleinkram machen müssen. Andererseits hatte ich davor fast zehn Jahre alleine gearbeitet und war es gewohnt, nur auf mich selber achten zu müssen und zu tun und zu lassen, was mir gerade passte.

Ich ließ es auf einen Versuch ankommen, und in den ersten Wochen war ich total euphorisch: Plötzlich wieder Kolleginnen zu haben, jemanden zum quatschen in den Pausen, andere Frauen mit ähnlicher Arbeit, die verstanden wie es mir gerade ging – es war wie nach Hause kommen. Und das ist es auch heute noch: Die meiste Zeit freue ich mich, wenn Kolleginnen da sind. Wir haben einen engen Draht zueinander, einige bezeichne ich mittlerweile als Freundinnen.

Nachteil ist, dass es halt nicht so absolut ruhig ist wie wenn ich eine ganze Wohnung für mich alleine habe. Gerade bei langen Massagen hänge ich mittlerweile ein Schild an die Tür „Massage – bitte Ruhe!“, das die Kolleginnen zum Glück schnell gelernt haben zu respektieren. Nicht dass es furchtbar laut bei uns wäre, aber man hört halt immer wieder mal das Klackern von Absätzen, das Klingeln eines Telefons oder Stimmen aus einem anderen Zimmer.

Eine Dauerlösung wird dieses Appartement nicht sein, aber in den letzten Monaten habe ich mich gut eingelebt und fühle mich wohl. Meine Kunden bestätigen, dass das Appartment sehr gepflegt ist und wir uns echt Mühe geben. Also genieße ich das, bis sich eine andere Lösung findet (die dann perfekt ist).

Und für die unter Euch, die nun etwas skeptisch sind, hier noch mal ein paar Fakten:

Das Appartement besteht aus zwei miteinander verbunden Wohnungen, diskret gelegen im Erdgeschoß eines Hauses, in dem sich Wohnungen und Gewerbe mischen. Wir haben sechs Zimmer, von denen aber zur Zeit nur fünf vermietet sind. Meist sind nur etwa drei Frauen im Appartement, da wir alle unterschiedliche Arbeitszeiten haben. Und jede von uns achtet sehr darauf, dass ihr Gast keiner anderen Frau und natürlich erst recht keinem anderen Gast begegnet.

Lust auf was Neues? Neben meinem kleinen Massagezimmer habe ich zur Zeit die Möglichkeit, das gegenüberliegende Bizzarr-Zimmer zu nutzen – sprich mich einfach darauf an!

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