Traumfrau mit Nebenwirkungen

Blog von Tina, Sexarbeiterin aus Hamburg

Seite 57 von 57

Zeitmanagement

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Heute war einer dieser Tage, wie ich sie hasse – eindeutig eine Negativ-Seite meines Jobs. Ich liebe Dates – sinnliche, heiße, erotische, geile, einfach jede Art von Begegnung und Körperkontakt. Deswegen bin ich Sexarbeiterin – seit vielen Jahren und noch immer gerne.

Was mich in dieser Branche immer noch irritiert, ist der Anspruch der Männer, dass ich jederzeit und ständig verfügbar und bereit zu sein habe. Beispiele aus den letzten 24 Stunden: Gestern Abend fuhr ich erst spät nach Hause, nach einem langen Tag, saß ich in der S-Bahn, als um viertel nach elf (abends!) mein Telefon schellte: „Hey, hier ist XXX, wir hatten die Tage mal geschrieben wegen eines Hausbesuchs. Kannst du jetzt sofort vorbeikommen?“ – Heute ein ruhiger Tag, draußen strahlender Sonnenschein und deutlich über 20 Grad. Mein Telefon schellte den ganzen Vormittag nicht. Mittags fuhr ich kurz in die Praxis, entschloß mich dann aber, statt drinnen im Halbdunkeln zu sitzen, lieber in den Park zu fahren. Ich saß seit mehreren Stunden in der Sonne, als um halb fünf mein Handy piept: „Hey, hast du Zeit?“ „Klar. In einer halben Stunde?“ „Sorry, viel zu spät.“ – Ich blieb also weiterhin entspannt in der Sonne sitzen. Halb sieben beschloss ich, es für heute gut sein zu lassen, und mache mich auf den Weg nach Hause. Um kurz nach sieben schellte mein Telefon noch mal: „Hallo, bist du noch da, kann ich noch kommen?“ „Nein, meine Rufbereitschaft endet spätestens um sieben.“ „Okay, dann melde ich mich morgen wieder.“ Wahrscheinlich mit demselben Ergebnis…

Mal davon abgesehen, dass mir irgendwann in meinem kleinen Arbeitszimmer die Decke auf den Kopf fällt, wenn ich den ganzen Tag im Halbdunkeln sitze und warte, ohne wirklich was zu tun zu haben, und dass ich ab und zu auch gerne etwas Privatleben habe – ich mag es auch, mich auf meine Kunden einstellen zu können. Mir in Ruhe zu überlegen, welches Outfit zu diesem Termin und dem gewünschten Setting passt, Spielzeug rauszusuchen, vielleicht schon mal Öl für eine Massage warm zu machen, mich gedanklich auf die Begegnung einzustimmen. Der Kunde zahlt schließlich eine Menge Geld für meine ungeteilte Aufmerksamkeit und Hingabe, oder?

Außerdem frage ich mich immer, ob derjenige, der da gerade so ganz dringend spontan einen Termin wollte, wirklich zu mir will, oder ob er jetzt einfach die nächste auf der Liste anruft. Soll er gerne machen – denn lieber sind mir Kunden, die wissen was sie an mir haben und warum sie genau zu mir kommen. Und die deswegen auch bereit sind, ihren Termin ein wenig zu planen. Alle anderen sind vielleicht in einem Laufhaus besser aufgehoben – da ist der Service mehr oder weniger einheitlich und immer genug Auswahl an Frauen.

Wenn ich einen Termin irgendwo mache, egal ob für Massage, Kosmetik, Heilpraktik o.a,, habe ich eine Vorlaufzeit von mehreren Tagen. Warum ist es in meinem Job zu viel verlangt, wenn sich jemand 1-3 Stunden vorher überlegt, ob er zu mir kommen möchte? Dafür gibt es dann auch eine entspannte Stimmung und ein individuelles Erlebnis.

Öl-Massagen

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Ja, ich lieber es zu massieren! Kürzlich sagte jemand zu mir: „Das fühlt sich an, als würdest du auf meinem Rücken meditieren.“ Und häufig ist es genau das für mich: eine Meditation, ein mich verlieren in den Berührungen und im Fühlen des anderen Körpers. Früher habe ich mich als Tantra-Masseurin gesehen, und immer noch liebe ich das Ritual dieser Massage, die langsame und sinnliche Begegnung, bei der sich der Nehmende ganz fallen lassen kann.

In letzter Zeit gebe ich mehr reine Öl-Massagen. Mit ganz viel warmem Öl, das ich dann in langsamen, gleichmäßigen Bewegungen in den ganzen Körper einmassiere, mal ganz sanft, mal kräftiger. Ich fange an der Rückseite an, streiche von oben nach unten die Wirbelsäule entlang und verteile das Öl über den gesamten Rücken. Massiere die Muskeln rechts und links der Wirbelsäule, den Nacken, Schultern und Schulter-blätter, und streiche immer wieder einfach nur mit langen Strichen aus. Dann kommt der Po, massiere die Muskeln kräftig, streiche hoch und runter, vielleicht auch vorwitzig durch die Spalte – da mischt sich dann schnell etwas Erregung in die Entspannung. Wenn ich danach die Beine massiere, kommt wieder Ruhe auf, manche schlafen sogar kurz ein. Aber wenn ich dann von unten wieder hochstreiche, mit langen Strichen die ganze Rückseite hinauf und hinunter, wird man schnell wieder wach.

Jetzt, wo mein „Opfer“ ganz entspannt ist, beginnt der andere Teil meines Spiels. Ich nehme meine Hände zur Seite und setze die Massage mit meinem Körper fort. Mein ganzer Körper gleitet nach oben, reibt sich an dem Körper unter mir. Meine Nippel drücken sich in den Rücken, mein Becken wippt frech, mein Atem mischt streicht übers Ohr und das Geräusch vermischt sich mit dem anderen Atem… Dieses Spiel, reibende Körper mit warmem, glitschigem Öl, wird schnell sehr erotisch. Wenn ich es nicht mehr aushalte, wird es Zeit zum umdrehen. Nun kann ich meinen Körper über die Vorderseite gleiten lassen, den Penis zwischen meinen Brüsten spüren, mit einem Bein Druck ausüben, während mein ganzer Körper nach oben gleitet, bis meine Zunge über Hals und Unterkiefer lecken kann…

Ob ich an diesem Punkt wieder meine Hände dazunehme oder ob wir die Massage beenden und zu anderen Dingen übergehen, diese Entscheidung überlasse ich meinem Gast!

Meine ersten Tage bei kaufmich

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Eine Bekannte aus einem anderen Forum hatte mir kaufmich empfohlen, und da ich mich gerade eh mit dem Thema Social Media beschäftige, erschien es mir einen Versuch wert. Also Profil erstellt – das ist ja schön einfach! Schnell trudeln die ersten Nachrichten ein: allgemeine Anfragen nach Zeiten, Preisen etc, aber auch recht spezielle Fantasien, dabei auch die üblichen Standard-Mails, die der Absender wohl an jede neue in diesem Portal schickt.

Am Donnerstag hatte ich mein erstes Date über kaufmich. Abgesprochen war eigentlich eine erotische Massage, aber die Stimmung entwickelte sich total anders; irgendwie schaffte er es, meine devote Seite zu kitzeln. Ja, ich kann es auch sehr genießen, mal heftiger angefaßt zu werden, und mein Po lädt zum Schlagen ein. Gekrönt haben wir das dann mit Anal, wobei ich gut gekommen bin. Nochmal, bitte!

Freitag dann mein erstes nicht so schönes Erlebnis über kaufmich: Auch dieses fing gut an, ein paar Mails, dann ein nettes Telefonat, Termin abgesprochen, Details geklärt – und dann hat er mich versetzt! So was finde ich nicht lustig, und dam Telefon dann weggedrückt zu werden ist einfach nur feige und respektlos. Blick auf sein Profil: er hatte schon mehrere schlechte Bewertungen von Frauen, die er versetzt hat; das habe ich dann auch so geschrieben (ganz sachlich). Zehn Minuten später piept mein Handy mit einer SMS, und es folgen eine Reihe wilder Beschimpfungen: deine Kolleginnen machen aber auch alle (wag ich zu bezweifeln), ich kenn deine Chefin (welche Chefin, ich bin doch selbständig), ich zeige dich bei der Steuer an (mach das, ich zahl meine Steuern ordentlich), … Als ich darauf nich reagiert hat, hat er mich abends hier bewertet: 5 Sterne und die Unterstellung, ich hätte ihm Drogen verkauf und sei für alles offen. Jetzt überlege ich noch, ob ich das melde, oder ob ich mich darauf verlasse, dass kaufmich-Kunden klug genug sind, um solche Verleumdungen als solche zu erkennen.

Neuere Beiträge »