Blog von Tina, Sexarbeiterin aus Hamburg

Persönliches Sicherheitsgefühl

Eigentlich habe ich immer gesagt, ich mache weder Haus- und Hotelbesuche noch Escort. Ich fühle mich einfach in meiner eigenen Umgebung am wohlsten und mag es, wenn alles genau auf meine Bedürfnisse abgestimmt ist und ich keine Kompromisse eingehen muss. Ab und zu treffe ich mal Männer außerhalb meiner Wohnung, die ich dann aber immer schon kenne.

Vor ein paar Monaten habe ich dann doch Hotelbesuche mit ins Angebot genommen, zugegeben etwas halbherzig und mit klaren Hürden (Mindestbuchungsdauer 2 Stunden, nur Hamburger Innenstadt, plus Fahrtkosten). Ich hatte nur eine handvoll Anfragen und aus keiner davon ist etwas geworden.

Für letzten Samstag hatte ich wieder so eine Anfrage, vereinbart mit gut einer Woche Vorlauf. Wir hatten in der Woche einige Male kurz geschrieben, es schien alles klar. Am Freitag kamen dann plötzlich noch weitere Anfragen, von Dingen die ich für längst geklärt hielt. Ich war irritiert und bat um einen Anruf am nächsten Tag – dieses ewige WhatsApp hin und her ist für mich eh nie vertrauenserweckend.

Samstag merkte ich dann, dass ich mich überhaupt nicht mehr gut fühlte mit dem Gedanken an den Termin. Ein paar Stunden habe ich das noch vor mir her geschoben und hin und her überlegt (das Geld wäre für mich auch nicht unerheblich gewesen), aber im Endeffekt habe ich den Termin dann von meiner Seite auf abgesagt. Er fragte noch, ob wir ihn Montag nachholen könnten, aber auch das habe ich abgelehnt und auch das Angebot von Hotelbesuchen wieder komplett aus meinem Angebot herausgenommen.

Vielleicht überlege ich mir das in Einzelfällen noch mal, oder halt wenn ich jemanden schon kenne. Aber insgesamt fühle ich mich einfach nicht wohl mit dieser Art von Terminen (und wohl auch nicht mit dieser Art von Kunden).

1 Kommentar

  1. Martin

    Ich kann Dich da gut verstehen, dass Du Bedenken bezüglich Deiner Sicherheit hast. Ich als Gast finde es allerdings ebenso mutig, fremde Leute in Deine vier Wände zu lassen.

    Auf der anderen Seite solch eines Dates sind die Gedanken übrigens ganz ähnlich. Ich selber hatte bisher eine Handvoll Dates in einem Hotelzimmer. Die ersten drei davon verliefen sehr gut und ehrlich. Bei dem vierten und letzten hatte ich leider Pech und geriet an eine „Bizarrlady“, die mich gefesselt und mit verbundenen Augen ins Bad setzte und dann mit dem Honorar verschwunden ist. Zum Glück konnte ich mich befreien und es wurde sonst nichts gestohlen. Seitdem bin ich sehr skeptisch und misstrauisch bei Hotelbesuch, da vertraue ich eher den Damen, die besuchbar sind.
    Fakt ist: schwarze Schafe gibt es auf beiden Seiten. Bleib dabei und hör auf Dein Bauchgefühl. Lieber einmal auf ein paar Euro verzichten, als hinterher zu bereuen.

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