Traumfrau mit Nebenwirkungen

Blog von Tina, Sexarbeiterin aus Hamburg

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Dreamdolls

Dies ist eine Kopie, der Text wurde ursprünglich veröffenlicht auf meinem Profil „TraumfrauHH“ bei kaufmich.com.


Vor kurzem habe ich zum ersten Mal eine Sexpuppe live gesehen. Nicht so eine von den aufblasbaren Gummi-Teilen aus dem Sexshop, sondern eine hochwertige, in einem Puppen-Bordell. Voll-Silikon über einem Stahl-Skelett, alle Details sind ausgearbeitet – im Gesicht und auch an anderen Stellen.

Ich finde, dass sich diese Puppen erstaunlich echt anfühlen und die Gesichter ziemlich real wirken. Bei mir wecken sie den Spieltrieb, so wie als Kind – anziehen, waschen, mit ihnen sprechen… Sex? Irgendwie erotisch sind sie schon…

Um mit so einer Puppe Sex zu haben, muss man sich wohl ziemlich in den eigenen Fantasien verlieren können – so sehr, dass jede Reaktion des Gegenübers eher störend wäre. Oder man nutzt so eine Puppe für den Quicki zwischendurch, wenn man sich nicht auf jemanden anders einstellen und Rücksicht nehmen will.

Jetzt in Corona-Zeiten sind Puppen eine hygienische Alternative. Noch sind reale Dates ja verboten, und werden es wohl auch noch eine Weile bleiben. Da kommt der ein oder andere vielleicht auf die Idee, eine solche Puppe als Alternative zu Selbstbefriedigung und Online-Sex zu nutzen. (Das ist übrigens völlig legal, ein Puppen-Bordell ist nämlich offiziell keine Prostitutionsstätte, sondern eine Vermietung.)

Ignorierliste

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Im Moment haben eine ganze Menge Leute offensichtlich zu viel Zeit und gleichzeitig das (Mit-)Denken völlig eingestellt!

Ich bin eigentlich sehr sparsam, was die Verwendung der Ignorierfunktion angeht, und halte mich auch beim Nachrichtenaustausch für einigermaßen geduldig. Aber in der letzten Woche hat sich die Zahl der Männer auf meiner Ignorierliste verdreifacht, und ähnlich sieht es aus bei der „schwarzen Liste“ in meinem Telefon.

Eigentlich ist es doch ganz einfach: Ich mache ein Angebot für eine Dienstleistung, die man bei mir buchen kannt. Alle nötigen Informationen dazu sind in meinem Profil zu finden, und ich habe auch nichts dagegen wenn man mich anruft oder Nachrichten schreibt, um Fragen zu stellen.

Einzeilige Nachrichten a la „Date jetzt möglich?“ oder Spontan-Anfragen per Date-Manager machen hingegen nicht viel Sinn. Ich erkläre dann gerne, dass ich nicht durchgehend online bin, Termine grundsätzlich nur telefonisch vereinbare und außerdem so gut wie nie spontan verfügbar bin. Ich erkläre, wie ich mir eine Date-Vereinbarung vorstelle – einmal. Wenn dann noch wiederholte Male dieselbe unpassende Art von Anfrage kommt, blockiere ich denjenigen.

Einige sind weiter und rufen mich einfach direkt an – das finde ich toll! Aber wenn die Vorstellung eines Mannes von einem idealen Date nicht zu meinem Angebot passt, brauchen wir da nicht drüber diskutieren. Wenn ermeine Art Sexualität zu leben nicht mag, meine Preise zu hoch erscheinen, er nur spontan kann, usw., dann passt das einfach nicht. Nicht schlimm, es gibt mehrere tausend Frauen in Hamburg die Dates anbieten und man kann einfach nach einer suchen, die besser zu denVorstellungen passt. Ich halte mich nicht für unwiderstehlich und muss demnach mit niemandem darüber diskutieren, dass ich aber doch so sexy bin und warum es nicht nach seinen Vorstellungen laufen kann – das führt nur dazu, dass ich auflege und nicht mehr ans Telefon gehe.

Die dritte Möglichkeit, auf meiner Ignorierliste zu landen, sind jede Art von obszönen Anfragen. Ich stehe nicht auf Dirty Talk, und Nachrichten a la „Bock zu ficken?“, „Ich finde deinen dicken Arsch so geil!“ u.ä. turnen mich so ab, dass ich lieber auf weiteren Kontakt verzichte.

Solche Anfragen habe ich auch sonst immer wieder mal, aber in den letzten Wochen haben sie massiv zugenommen – obwohl doch eigentlich gar keine Termine möglich sind. Das sind wohl all die, die jetzt im Homeoffice sitzen und sich langweilen. Es gibt doch so viel schönere Arten, sich die Zeit zu vertreiben, als fremde Frauen im Internet zu ärgern!

Terminplanung

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Seit drei Wochen arbeite ich jetzt in einem Teilzeit-Job, an drei Tagen die Woche 6 Stunden am Nachmittag/ Abend. Es geht mir sehr gut damit! Ich genieße es total, wie sehr dieser Job Struktur in mein Leben bringt, durch die festen Arbeitszeiten. Die Firma ist neu, ich kann mich toll einbringen, die Arbeit ist spannend – und gleichzeitig gehe ich abends nach Hause und habe dann frei bis zum nächsten Schichtbeginn.

Alle anderen Termine packe ich jetzt natürlich auf die Tage, an denen ich nicht arbeite, und bin so auch an diesen Tagen ziemlich viel unterwegs. Das stellt mich jetzt gedanklich vor ein Problem: Die meisten Männer im Paysex erwarten, dass sie kurzfristig ein Date vereinbaren können. Das wird bei mir in Zukunft wohl nur noch in Ausnahmesituationen funktionieren.

Ich merke auch, dass ich da keinen Nerv mehr drauf habe. Ich habe so viele Dinge im Kopf, wenn ich dann ein Date mache, möchte ich mich da auch drauf einstellen können. Zeit für Vorbereitungen haben, mich beim Aufhübschen in die richtige Stimmung bringen… Nicht so schnell auf Abruf, gehetzt, gedanklich noch halb woanders.

Ob dann Paysex für mich überhaupt noch Sinn macht? Immerhin habe ich genug Stammkunden, die meist ihre Termine rechtzeitig machen. Aber wenn ich an die Diskussionen am Telefon denke, habe ich schon keine Lust mehr, überhaupt abzunehmen wenn ich die Telefonnummer nicht kenne. Wahrscheinlich wird sich das wieder geben, wenn sich die Situation normalisiert hat. Ich werde also einfach abwarten und sehen, wie sich das entwickelt.

Infektionsangst

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Nun herrscht also Maskenpflicht in Geschäften und im ÖPNV. Ich bin nach den ersten Versuchen mit einer Stoff-Maske auf einen dünnen Schal umgestiegen, da ich sonst das Gefühl habe, nicht genug Luft zu bekommen. Ob das wirklich vor irgendwas schützt, wage ich zu bezweifeln…

Spannend bis erschreckend finde ich es, wie viele Menschen sich von der Angst vor einer Covid19-Infektion anstecken lassen – aber sonst eher entspannt mit Infektionsgefahr umgehen. Viren und Bakterien gab es schon vorher reichlich, und trotzdem war es eher die Ausnahme, dass sich jemand Gedanken um Handhygiene gemacht hat.

Wenn im Paysex über Infektionene geredet wird, geht es meist nicht um Grippe & Co, sondern um Geschlechtskrankheiten. Kondome schützen, klar – wenn man vernünftig damit umgeht. Es ist mir im Laufe der Jahre nur eine handvoll Male passiert, dass ein Kondom verrutscht oder geplatzt ist. Trotzdem halte ich mich für eine Risikogruppe – wegen der mangelnden Handhygiene vieler Männer.

Ich weiß, dass Hygiene nicht sexy ist. Ich habe meine Abläufe perfektoniert und kann mir sehr schnell zwischendurch mal die Hände desinfizieren, Fingerlinge oder Handschuhe überziehen, mit einem Tuch überwischen… Die meisten Menschen, die nicht im Paysex arbeiten, machen sich darüber wohl nie Gedanken. Viele Bakterien lassen sich auch durch Schmierinfektionen übertragen – erst im Intimbereich des anderen rumgefummelt (sich dabei womöglich feuchte Finger geholt) und dann mal eben in den eigenen Intimbereich gegriffen – kann bei schwachem Immunsystem schon reichen.

Es liegt mir fern, Panik verbreiten zu wollen (wäre wohl auch ziemlich geschäftsschädigend), aber ich würde mir da mehr Aufmerksamkeit für wünschen. Wir merken jetzt bei den Corona-Auflagen, wie schnell bestimmte Maßnahmen zur Gewohnheit werden können und dann auch gar nicht mehr so sehr stören. Ansonsten bleibt mir nur, mich weiter um mein Immunsystem zu kümmern; das ist nämlich dazu da, den weitaus besten Schutz vor Infektionen zu bieten.

Es geht weiter

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Nach einer sehr ruhigen Osterwoche, in der ich viel Zeit zu Hause auf der Couch verbracht habe, gab es jetzt in den letzten Tagen einige erfreuliche Neuigkeiten und Veränderungen.

Schon im März hatte ich mich um einen Teilzeit-Job beworben, der dann aber durch die momentane Situation erst mal auf Eis lag. Vor zwei Tagen kriegte ich dann den Anruf, dass sie nächste Woche wieder starten. Heute war ich dann noch mal zum Einarbeiten da, und ab nächste Woche geht es los, für zwei evtl auch drei Tage die Woche.

Natürlich wird jeder andere Job schlechter bezahlt als Paysex (oberflächlich betrachtet). Aber es ist eine zuverlässige Grundlage, die meine Grundkosten deckt und mir trotzdem noch Zeit für andere Dinge lässt (wie meine Hobbys und Paysex-Dates). Ich freue mich auch einfach darauf, etwas Neues zu machen.

Ich habe auch die Hoffnung, dass meine Paysex-Dates dadurch entspannter werden. Dass ich mich auf Stammkunden und längere Dates konzentrieren kann, mit Vorlaufzeit und Vorfreude, und aus der „Sofortness“ herauskomme, die zu häufig von uns Frauen gefordert wird.

Berührung als Grundbedürfnis

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Ich glaube daran, dass Berührung ein Grundbedürfnis jedes Menschen ist. Die Haut ist das größte Sinnesorgan und perfekt darin, Reize wahrzunehmen – Wärme, Wind, Wasser, das Reiben von Kleidung, sanfte Berührungen, das Gewicht eines anderen Körpers…

Mein ganzes Leben ist ausgerichtet auf Berührung und Kontakt, sowohl beruflich als auch privat. Ich liebe es zu berühren; einen anderen Körper zu erkunden, zu spüren wie sich jemand auf mich und meine Berührungen einlassen kann, Empfindungen zu lesen und mich davon lenken zu lassen. Ich liebe es auch, berührt zu werden; sanftes Streicheln auf meiner Haut, feste Griffe in verspanntem Gewebe, ein Wechselspiel aus Druck und Loslassen…

Doch ich glaube, dass Berührung nicht nur mit körperlichem Kontakt zu tun hat, sondern auch mit Verbindung und Präsenz. Bei Massagen gibt es den Slogan: „Anfassen kann jeder, berühren ist Kunst.“ Manchmal empfinde ich Berührungen als unangenehm, z.B. weil sie mechanisch sind, derjenige nicht bei der Sache ist, oder zu zielgerichtet, um Reaktionen wahrzunehmen. Jemanden zu berühren ist eine Kunst, die man ein Leben lang verfeinern kann.

Ich mag es, berührbar zu sein – nicht nur im szenetypischen Sinne, dass ich mich anfassen lasse, sondern auch emotional/ menschlich. Ich gehe gerne in Kontakt, lasse mich von Geschichten und Stimmungen berühren. Nehme ein Gefühl und eine Erinnerung mit aus einer Begegnung, sehe den Menschen und werde als Mensch sichtbar.

Ist es nicht das, was die meisten Menschen auf die ein oder andere Art suchen – im Sex oder woanders?

Tantra-Massage

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Vorgestern habe ich den ruhigen Sonntag in dieser eh ruhigen Zeit genutzt, um meinem Freund eine Tantra-Massage zu geben. Es war seine erste Tantra-Massage. Ich habe ja jahrelang Tantra-Massagen gegeben, aber in den letzten Jahren nur noch eine handvoll, also sehr selten. Umso schöner war es zu spüren wie schnell ich in das Ritual und in diese besondere Stimmung zurückfinde, wie natürlich es sich noch anfühlt für mich.

Begonnen haben wir im Sitzen, mit einer kurzen Meditation, um zur Ruhe zu kommen und uns aufeinander einzustellen. Dann strichen meine Hände ganz sanft über seinen Körper, erste Berührungen um einen Kontakt herzustellen. Fingerspitzen auf seinem Gesicht, entlang der Arme, auf Brust und Bauch… ein vorsichtiges Ausstreichen der Finger, bevor ich seine linke Hand auf mein Herz legte, um ihn meinen Herzschlag spüren zu lassen.

Als er auf dem Bauch lag begann ich mit sehr spielerischen, sanften Berührungen – nicht nur mit meinen Fingern, Lippen und Haaren, sondern auch mit einem Fell, einer Feder, einem Tuch etc. Schon jetzt ging sein Atem tief und gleichzeitig, sein Körper war entspannt und reagierte sensibel auf jede Berührung.

Auch die Öl-Massage war sanft, ein Kreisen meiner Hände und Fingerspitzen entlang seiner Wirbelsäule, auf dem ganzen Rücken, auf dem Po und die Beine hinunter. Auch die Füße ließ ich natürlich nicht aus. Wie er jetzt so vor mir lag, glänzend zum Öl, war es sehr verführerisch mit meinem ganzen Körper über seinen zu gleiten, den Kontakt zu spüren, einen gemeinsamen Atem zu finden.

Ich bat ihn sich umzudrehen und massierte dann Hände und Arme, Bauch und Brust, die Vorderseite der Oberschenkel. Dann goß ich erneut Öl in meine Hände und strich ganz sanft über sein Geschlecht. Berührte jeden Teil davon, strich die Ansätze der Beine entlang, Perineum, berührte die Hoden, strich langsam über seinen Penis…

Trotz der Lust, die meine Berührungen an dieser Stelle bei ihm entfachten, blieb die Stimmung sanft und entspannt. Er war so tief in seinem Körper verwurzelt und im Fühlen, dass die sanften Berührungen ihm ein völlig neues Erleben schenkten – und der Orgasmus absolut zur Nebensache wurde.

Abschied von Glamoresse

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Am Sonntag den 15.3. habe ich mittags mein Zimmer bei Glamoresse ausgeräumt (den Studio-Appartement, wo ich die letzten 4 1/2 Jahre gearbeitet habe). Noch der Kollegin eine Nachricht geschrieben, dass ich ihr am nächsten Tag den Schlüssel vorbeibringe… Nun liegt der Schlüssel immer noch bei mir, da drei Stunden später die Nachricht kam, dass alle Bordelle wegen Corona bis mindestens 30.4. schließen müssen.

Trotz der momentanen Ausnahmesituation ist mein Alltag im Glamoresse gedanklich und gefühlsmäßig sehr schnell in die Vergangenheit gerutscht. Schon nach einer Woche ist es sehr weit weg und meine Gedanken daran eher ein bisschen melancholisch – und die Vorstellung, vielleicht dorthin zurückzugehen, erscheint mir ziemlich absurd.

Ich weiss noch nicht, wie geanu es weitergehen wird, da meine Pläne durch die aktuelle Situation natürlich etwas durcheinander gerüttelt wurden. Aber ich bin guter Hoffnung, dass sich für mich neue Wege öffnen werden – in der Sexarbeit und außerhalb.

Zeit für Neues

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Seit heute sind aufgrund der Corona-Krise alle Bordelle in Hamburg geschlossen. Ich plante jedoch schon seit einigen Wochen, mein Appartement-Zimmer bei Glamoresse aufzugeben. Über vier Jahre war ich dort, mit Höhen und Tiefen, und habe mich überwiegend sehr wohl gefühlt.

Doch nun ist Zeit für Neues. Ich mag die Belastung der hohen Kosten für das Appartement-Zimmer nicht mehr tragen, und ich möchte wieder eigene Wege gehen. Mein Ausflug in die Welt des Studio-BDSM war spannend, aber es unterscheidet sich doch zu sehr von der Art, wie ich BDSM und Erotik insgesamt lebe.

Bist du eigentlich Single?

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Ab und zu werde ich von Kunden nach meinem Beziehungsstatus gefragt. Mein erster Gedanke ist immer: Wieso ist das wichtig? Die wenigsten Sexarbeiterinnen wollen sich privat mit Kunden treffen, auch nicht wenn sie Single sind. Ich kenne eine handvoll Geschichten, wo aus solchen Begegnungen Beziehungen entstanden sind – aber aufs Ganze betrachtet ist das eher die Ausnahme.

Ich frage meine Kunden nicht nach ihrem Beziehungsstatus, es interessiert mich einfach nicht besonders. (Ich schätze, dass 70-80 % in festen Beziehungen sind.) Andererseits reagieren manche Männer irritiert, wenn ich von meinem Partner erzähle; häufig folgt die Frage, wie der das tolerieren kann, und/ oder die Aussage, dass sie das bei ihrer Partnerin auf keinen Fall dulden würden.

Manchmal versuche ich, die Frage nach meinem Beziehungsstatus strategisch zu beantworten. Ich überlege, was der Kunde hören will: dass ich Single bin und demnach eine theoretische Möglichkeit auf etwas eher Privates besteht? Oder dass ich in einer Beziehung bin und demnach keine „Gefahr“ bzw auf derselben Ebene wie sie? Einige Kolleginnen versuchen, mit der ersten Variante Kunden zu ködern – das finde ich unethisch und würde es nie machen.

Was nun die ehrliche Antwort auf diese Frage angeht, ist die nicht so einfach und eher ganz anders als erwartet: Ich führe keine monogamen Beziehungen. (Auch nicht monogam im Sinne von „das andere ist ja nur Arbeit“.) Es gibt seit vielen Jahren ein oder zwei Männer in meinem Leben, die mir sehr wichtig sind, mit denen ich viel Zeit verbringe, die ich auch durchaus als meinen Freund/ Partner bezeichne. Aber ich verlange von niemandem Monogamie und verspreche sie auch niemandem. Wer sich mehr für solche Beziehungskonzepte interessiert, kann gerne mal nach „Polyamory“ und „Beziehungsanarchie“ googeln – oder mich einfach anschreiben, ich freue mich immer über interessanten Austausch zu dem Thema.

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